Zahnzusatzversicherungen - Infos zur Wahl des Anbieters
Freitag, 26. Dezember 2008

Private Zahnzusatzversicherung

schöne Zähne erhalten
Statussymbol: Makelloses Lachen erhalten durch Zusatzversicherungen

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?
Eine Zahnzusatzversicherung ist eine privat abgeschlossene, freiwillige Versicherung, welche die Zuzahlungskosten des Patienten für zahnmedizinische Behandlungen teilweise trägt. Eine vollständige Übernahme der durch den Patienten zu tragenden Summe gewährleistet keine Zahnzusatzversicherung. Hinsichtlich der Beiträge und Leistungen gibt es jedoch große Unterschiede, vielen Patienten fällt es zunehmend schwerer, sich im Tarifdschungel der Versicherer zurecht zu finden.


Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen
Um die persönliche Notwendigkeit für eine Zahnzusatzversicherung zu klären, sollte man sich zunächst ein Bild davon machen, welche Leistungen von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Zahlung der Krankenkassen orientiert sich grundsätzlich an der so genannten Regelversorgung. Darunter sind alle ausreichenden und notwendigen Behandlungen zusammengefasst. In der Regel sind es die kostengünstigsten, die medizinischen Ansprüchen zwar entsprechen. Die ästhetischen Ansprüche treten jedoch meist in den Hintergrund. Im Fall eines Zahnersatzes trägt die Gesetzliche Krankenkasse über einen Festzuschuss etwa 50 Prozent der Kosten für die Regelversorgung. Der Rest ist durch den Patienten zunächst selbst zu zahlen. Kann er mittels Bonusheft nachweisen, dass er die letzten fünf Jahre regelmäßig bei einer zahnmedizinischen Untersuchung war, gibt es weitere 10 Prozent, bei zehn durchgängigen Jahren zahnärztlicher Untersuchung übernimmt die Kasse noch einmal 5 Prozent. Maximal zahlt die Gesetzliche Krankenkasse also 65 Prozent der Regelversorgung. Hat ein Patient besondere Wünsche, etwa Zahnimplantate oder verblendete Brücken, bekommt er trotzdem nur 65 Prozent der günstigsten Behandlung erstattet, der selbst zu zahlende Anteil erhöht sich also mit den Sonderwünschen der Patienten.


Die Zahnzusatzversicherung schließt die Lücke
Um die finanzielle Lücke zwischen Kassenleistung und tatsächlichen Behandlungskosten zu schließen, können Patienten eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Dabei sollten sie sich grundsätzlich entscheiden, ob sie sämtliche Extras, die zu hohen Kosten führen können, mitversichern, oder ob sie lediglich die finanzielle Absicherung der Regelversorgung wählen. Zu erwähnen ist jedoch, dass keine Versicherung die gesamten Behandlungskosten übernimmt, einen geringer Eigenanteil bleibt dem Patienten.


Varianten der Zahnzusatzversicherung
Wird die Zahnzusatzversicherung als Lebensversicherung abgeschlossen, entscheidet das Beitrittsalter über den Beitragssatz. Bei älteren Mitgliedern ist das Risiko eines Versicherungsfalles höher, sie zahlen einen höheren Beitrag. Junge Mitglieder müssen meist einen geringeren Beitrag entrichten. Dafür zahlen sie oft mehrere Jahre ein, bevor der Versicherungsfall eintritt. Eine Kündigung durch den Versicherer ist nicht möglich, eine Änderung der Vertragsparameter nur in Ausnahmefällen und nach einer Beurteilung durch einen unabhängigen Sachverständigen.

Die zweite Variante ist die Zahnzusatzversicherung als reine Schadensversicherung. Hier sind die zu zahlenden Beiträge dynamisch und steigen mit dem fortlaufenden Alter des Versicherten. Der Versicherer hat das Recht, in den ersten drei Jahren den Vertrag zu kündigen oder die versicherten Leistungen zu kürzen.


Gültigkeit einer Zahnzusatzversicherung
Experten raten, nicht erst über eine Zahnversicherung nachzudenken, wenn die Zahnschmerzen da sind. Laufende oder unmittelbar anstehende zahnmedizinische Behandlungen sind bei Vertragsabschluss grundsätzlich von der Versicherung ausgeschlossen. Darüber hinaus besteht bei den meisten Versicherern eine Sperrfrist von acht Monaten. Erst wenn diese abgelaufen ist, kann ein Versicherungsfall geltend gemacht werden. Oft sind die Verträge derart gestaltet, dass erst nach zwei bis sechs Jahren der volle Versicherungsschutz besteht. Bis dahin werden im Versicherungsfalle nur Abschläge gezahlt.


Was leistet eine Zahn-zusatzversicherung?
Die Zahnersatzversicherung springt genau da ein, wo die Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen endet. Einfache Versicherungen decken die Regelversorgung beim Zahnersatz ab. Wer darüber hinaus Leistungen für besondere Extras in Anspruch nehmen möchte, muss diese mit versichern lassen. Die Versicherung von verspiegelten Kronen, Implantaten, besonderen Inlays oder auch Wurzelbehandlungen und Prophylaxeleistungen kann vertraglich festgeschrieben werden. Mit der Höhe der Leistungen erhöht sich in der Regel auch der zu zahlende Beitrag. Grundsätzlich ist jedoch zu sagen, dass eine Zahnzusatzversicherung niemals die gesamten Kosten übernimmt, ein Restbetrag bleibt immer dem Patienten.


Worauf sollte bei der Auswahl des Versicherers geachtet werden?
Gerade für Laien auf diesem Gebiet ist es meist schwer, sich im Tarif- und Leistungsdschungel der Zahnzusatzversicherungen zurecht zu finden. Für die richtige Auswahl seines persönlichen Versicherers sollte man die Konditionen des angebotenen Vertrages genau hinterfragen. Denn mitunter werden Kunden von einer Versicherung gar nicht angenommen. Die Gründe dafür können im zahnmedizinischen Gesundheitszustand liegen. Fehlen bereits einige Zähne, gestalten sich die Verhandlungen mit der künftigen Versicherung schwierig. Auch das Alter spielt eine Rolle. Einige Versicherungsgesellschaften nehmen keine Mitglieder mit einem Alter über 60 oder 75 Jahre auf. Gute Versicherungen übernehmen bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten für einen Zahnersatz oder eine zahnmedizinische Behandlung. Beträgt die Leistung weniger, kann vor allem bei umfangreichen Eingriffen die Eigenleistung kaum überschaubare Dimensionen annehmen, Leistungen unter 50 Prozent sollte man von vornherein ausschließen.


Künftig Versicherte sollten darauf achten, dass ihre Versicherung möglichst alle Bereiche gleich gut abdeckt. Viele Produkte beschränken sich nur auf den Zahnersatz, ohne Zahnbehandlungen einzuschließen. Zudem wird mitunter die Zahl der Implantate pro Kiefer begrenzt. Wer besonders anfällige Zähne hat, sollte darauf achten, dass die fest geschriebene Zahl nicht zu niedrig angesetzt ist.

Steht bereits in absehbarer Zeit eine wichtige Zahnbehandlung an, so sollte man einen Versicherer wählen, dessen Leistungen vom ersten Tag abrufbar sind. Auch hierbei ist jedoch zu beachten, dass bereits laufende Behandlungen nicht versichert sind. Eine wichtige Frage bei der Suche nach dem richtigen Versicherer ist Kassenabhängigkeit. Wie verhält sich der Versicherer, wenn eine vom Zahnarzt vorgeschlagene Behandlung nicht im Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherungen vorgesehen ist? Gute Zahnzusatzversicherungen decken auch diesen Bereich ab.


Mitunter bieten Versicherungen eine Leistung von 100 Prozent an. Solche zunächst toll klingenden Angebote sollte man kritisch hinterfragen, oft ist damit nur die Regelversorgung abgegolten. Alle besonderen Wünsche darüber hinaus müsste der Versicherte in diesem Falle selbst tragen. Eine Entscheidungshilfe für die richtige Auswahl können die Urteile der Stiftung Warentest sein. Im Zweifelsfall kann der Vertrag auch über einen Makler abgeschlossen werden. Dieser ist gesetzlich zur Neutralität verpflichtet, teurer wird der Vertrag meist nicht. Wenn er über einschlägige Erfahrungen im Bereich der Zahnzusatzversicherungen verfügt, kann er dem Patienten helfen, den bestmöglichen Tarif zu finden.


Sind Zusatzleistungen sinnvoll?
Die meisten Versicherer bieten neben der Absicherung der Zahnersatzkosten eine Reihe von Zusatzleistungen. Werden Kinder in die Versicherung aufgenommen, empfiehlt sich der Einschluss von kieferorthopädischen Behandlungen. So trägt die Kasse einen Teil der Kosten für Zahnspangen. Ob man prophylaktische Behandlungen mit versichern möchte, sollte man abschätzen. Eine Zahnreinigung wird in der Regel nur ein Mal im Jahr durchgeführt und ist mit Kosten zwischen 50 und 100 Euro nicht unüberschaubar teuer. Mitunter werden Zahnzusatzversicherungen im Paket mit anderen Zusatzleistungen im nicht-dentalen Bereich angeboten. Individuell sollte man jedoch die Notwendigkeit prüfen, ob Kosten für Brillen, Heilpraktiker und Heilmittel tatsächlich versichert werden müssen.


Letzte Aktualisierung ( Samstag, 13. Februar 2010 )
 

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