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Mittwoch, 28. April 2010 |
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Berlin (ddp). Das Chaos durch die Vulkanasche aus Island und die
daraus folgenden Flugausfälle hat in der Tourismusbranche
Millionenschäden angerichtet. Wie der Deutsche Reiseverband (DRV) am
Mittwoch in Berlin mitteilte, lag der wirtschaftliche Schaden bei
Veranstaltern, Reisebüros und Online-Portalen insgesamt bei rund 110
Millionen Euro. Diese Summe kam den Angaben zufolge vor allem durch
die Betreuung und Unterbringung der Gäste an den Urlaubsorten sowie
ihren Rücktransport zustande.
Zu Buche schlugen aber auch zusätzliche Personalkosten, weil in
den Reisebüros und bei den Veranstaltern aufgrund von Stornos,
Erstattungen und Umbuchungen länger gearbeitet werden musste.
DRV-Hauptgeschäftsführer Hans-Gustav Koch forderte angesichts dieser
Zahlen «schnelle und unbürokratische Hilfe und Unterstützung von der
Politik».
Unterdessen gab die Deutsche Flugsicherung (DFS) bekannt, dass
durch die Aschewolke und die geschätzten 40 000 ausgefallenen Flüge
Verluste von rund 11,5 Millionen Euro entstanden sind. 137 Stunden
lang waren demnach keine Instrumentenflüge erlaubt gewesen. Nach der
Freigabe am 21. April lief der Luftverkehr langsam wieder an. Am
Freitag lag die Zahl der kontrollierten Flüge laut DFS bei 8926. Das
ist mehr als der April-Durchschnitt. Normalerweise gibt es in diesem
Monat 8000 bis 8500 Flüge pro Tag.
(ddp)
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