Ramsauer: Transrapid-Teststrecke muss bleiben
Dienstag, 27. April 2010
Ramsauer: Transrapid-Teststrecke muss bleiben

Lathen (ddp-nrd). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat sich am Dienstag für den Erhalt der Transrapid-Teststrecke im emsländischen Lathen ausgesprochen. Er werde sich persönlich dafür stark machen, dass der Betrieb der Teststrecke auch über das bis jetzt noch feststehende Enddatum im Dezember 2010 fortgeführt werde, sagte Ramsauer bei einem Besuch der Teststrecke. Es könne nicht sein, «dass deutsche Hochtechnologie wegen politischer Ignoranz ins Ausland abwandern muss und wir später gezwungen sind, diese Technologie mühsam wieder nach Deutschland zurückzuholen», sagte Ramsauer.

Der Minister nannte es eine «Todsünde», dass in ganz Deutschland noch keine Magnetbahn im Einsatz sei. Die emsländische CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann hatte zuvor erklärt, dass die Ereignisse der letzten Wochen mehr als deutlich gezeigt hätten, dass ein Verkehrssystem wie der Transrapid «unverzichtbar» sei. «Wie viele hätten sich in den letzten Wochen darüber gefreut, wenn es in Europa den Transrapid gegeben hätte», sagte sie in Anspielung auf die Sperrung des deutschen Luftraums.

Connemann erklärte zudem, dass das weltweite Interesse am Transrapid und der Magnetschwebetechnik nach wie vor enorm sei. Allerdings fragten sich potenzielle Käufer, wie sich Deutschland zu seiner eigenen Entwicklung stelle. Daher, so Connemann, sei es besonders zu begrüßen, «dass wir hier und heute der Öffentlichkeit im Schulterschluss zeigen, dass die Politik hinter dem Transrapid steht.»

Zuvor hatte sie bereits auf die historische Bedeutung des Besuchs Ramsauers verwiesen. Der Verkehrsminister habe an der «ersten öffentlichen Fahrt des Transrapids» seit dem verheerenden Unfall 2006 teilgenommen.

(ddp)

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