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Frankfurt/Main (ots) - Der Bundesvorsitzende der
Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, hat sich heute in der
Frage des vermuteten Datenmissbrauchs durch den dbb, an den
Bundesdatenschutzbeauftragen gewandt. "Wir bitten Sie, gemäß Ihren
Zuständigkeiten tätig zu werden", schrieb GDBA-Chef Hommel an Peter
Schaar.
Der Deutsche Beamtenbund hatte am Wochenende die Mitglieder der
Verkehrsgewerkschaft GDBA angeschrieben und sie aufgefordert, in eine
neue Bahngewerkschaft einzutreten, die der dbb noch gründen will.
"Bei uns häufen sich die Anrufe besorgter Mitglieder, die den
Missbrauch ihrer Daten fürchten", machte Hommel deutlich. Hier
scheint sich ein Skandal anzubahnen, der einzigartig in der
Gewerkschaftsbewegung ist.
Um eine weitere Nutzung der Mitgliederdaten zu verhindern, hat die
Verkehrsgewerkschaft GDBA zwischenzeitlich eine einstweilige
Verfügung gegen den dbb beantragt. Mit dieser soll dem Beamtenbund
unter anderem untersagt werden, an GDBA-Mitglieder heranzutreten und
sie zur Beendigung ihrer Mitgliedschaft aufzufordern. Gleichzeitig
wurde Strafanzeige gegen sämtliche Mitglieder der dbb-Bundesleitung
wegen des Verdachts des Datenmissbrauchs erstattet. "Was hier zur
Zeit abläuft, ist unterste Schublade", schimpfte GDBA-Chef Hommel.
"Der Beamtenbund scheint es darauf anzulegen, die GDBA regelrecht zu
vernichten. Bei unseren Mitgliedern wird der Eindruck erweckt, uns
gäbe es gar nicht mehr. Es ist einfach unglaublich".
Zwischenzeitlich hat sich auch der Betriebsrat der GDBA an den
dbb-Chef Peter Heesen gewandt. In einem persönlichen Schreiben machte
Betriebsratsvorsitzender Günter Staaden deutlich, dass der
"überfallartige Angriff auf unsere Organisation" die Existenz
zahlreicher Mitarbeiter gefährden würde. "Bei allem Verständnis
dafür, dass Sie den politischen Kurs der Verkehrsgewerkschaft GDBA
nicht mittragen, die Art und Weise Ihrer Reaktion ist überzogen,
selbstherrlich und in höchstem Maße undemokratisch", schreibt
Staaden.
Der Bundeshauptvorstand der Verkehrsgewerkschaft GDBA hat die
Vorgehensweise des dbb in seiner gestrigen Sitzung ebenfalls scharf
verurteilt. Zugleich wurde der Vorstand der GDBA aufgefordert, an dem
eingeschlagenen Kurs festzuhalten.
Originaltext: GDBA Verkehrsgewerkschaft
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Pressekontakt:
Verkehrsgewerkschaft GDBA, Uwe Reitz, Pressesprecher,
Mobil: 0173 6996363,
E-Mail: uwe.reitz@verkehrsgewerkschaft-gdba.de
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