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Dienstag, 27. April 2010 |
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Berlin (ddp). Nach Lufthansa, Air Berlin und Austrian Airlines
erwägt nun auch der britische Billigflieger Easyjet eine
Schadenersatzklage wegen des tagelangen Flugverbots aufgrund der
isländischen Vulkanaschewolke. «Wir werden uns das sehr genau
überlegen», sagte Easyjet-Sprecher Oliver Aust der «Berliner Zeitung»
(Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Er gab jedoch zu bedenken, dass
solche Schadenersatzzahlungen auch problematisch sein könnten: «Es
könnte europaweit zu Wettbewerbsverzerrungen kommen, wenn einige
Airlines Schadenersatz erhalten und andere nicht», sagte Aust.
Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber werde sich zu dem Thema auf der
Hauptversammlung an diesem Donnerstag in Berlin detailliert äußern,
sagte eine Sprecherin der Kranich-Airline. Mayrhuber werde auch den
genauen Schaden beziffern, der der Lufthansa durch das Flugverbot
entstanden sei. Das Unternehmen behalte sich Regressansprüche vor,
erklärte die Sprecherin.
Auch bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin
will man Forderungen auf Schadenersatz nicht ausschließen: «Wir
machen derzeit einen Kassensturz und ermitteln, wie viel uns das
Flugverbot gekostet hat. Dann werden wir entscheiden, wie wir weiter
vorgehen», sagte eine Air-Berlin-Sprecherin.
(ddp)
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