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Berlin (ddp-bln). Berlin will Modellstadt für Elektromobilität in
Deutschland und Europa werden. Wenige Tage vor einem Gipfel zum Thema
Elektromobilität bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb der
Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), um Unterstützung für
die Hauptstadt. Berlin sei der «beste Ort für einen nationalen ´Show
room´ zur Elektromobilität», schrieb der Regierungschef in einem am
Mittwoch verbreiteten Brief an die Kanzlerin. Nur die Hauptstadt
besitze die entscheidende internationale Ausstrahlungskraft. Zu dem
Spitzentreffen hat die Kanzlerin für Montag (3. Mai) die
Privatwirtschaft eingeladen.
Wenn Deutschland seine Marktführerschaft im Bereich der Mobilität
behalten möchte, sollte der Bund alle verfügbaren Mittel
konzentrieren und zielorientiert einsetzen, betonte Wowereit in dem
Brief. Eine Zersplitterung in viele Teilmärkte mache keinen Sinn.
Derzeit gibt es bundesweit acht Modellregionen - neben Berlin unter
anderem Wolfsburg, Stuttgart und Köln.
Berlin biete mit seinem Wissenschaftspotenzial, darunter an der
Technischen Universität, sowie der Verkehrsinfrastruktur die besten
Voraussetzungen für ein Referenzprojekt, sagte die Staatssekretärin
in der Wirtschaftsverwaltung, Almuth Nehring-Venus. Die Daimler AG
habe angekündigt, in Marienfelde Elektromotoren für Hybridfahrzeuge
bauen zu wollen. Berlin sei zudem bereit, nach der Schließung des
Flughafens Tegel dort ein Entwicklungszentrum für diesen Bereich
anzusiedeln. Damit könne die Stadt die Elektromobilität von der
Forschung bis zur Produktion abdecken.
Berlin erhofft sich dazu weitere Fördermittel, wie die
Staatssekretärin sagte. Die über das Konjunkturpaket geflossenen
Forschungsgelder für die Elektromobilität laufen Ende 2011 aus. Bis
dahin erhält die Hauptstadt für Modellprojekte jeweils rund zehn
Millionen Euro vom Bund und aus der Privatwirtschaft. Insgesamt
stehen nach Angaben von Nehring-Venus für diesen Bereich in Berlin
etwa 50 Millionen Euro zur Verfügung.
(ddp)
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