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Donnerstag, 15. April 2010


Bad Homburg (ots) - Die PET-Einwegflasche für Mineralwässer und
kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke ist aus unserem Alltag nicht
mehr wegzudenken und bei Verbrauchern akzeptiert. So lag
beispielsweise der Marktanteil von PET-Einwegflaschen für
Mineralwässer in 2009 bei 68,1%, Tendenz steigend. Die
PET-Einwegflaschen für Mineralwässer und Erfrischungsgetränke werden
über das aktuelle Pfandsystem gesammelt, durch einen geschlossenen
Wertstoffkreislauf recycelt und als qualitativ hochwertiger Rohstoff
wieder zur Verfügung gestellt.

Eine aktuelle und neutrale Ökobilanz des ifeu Institut für
Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH zeigt, dass mittlerweile
bei 81,3% des untersuchten Marktes von Mineralwässern und
Erfrischungsgetränken bei PET-Einwegverpackungen eine ökologische
Gleichwertigkeit zur Benchmark Glas Mehrweg vorliegt. "Damit hat sich
die bereits im Rahmen der GDB Ökobilanz 2008 abgezeichnete positive
ökologische Entwicklung der PET-Einweggetränkeverpackung weiter
fortgesetzt", betont Dr. Jürgen Bruder, Hauptgeschäftsführer der IK
Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. am 15. April 2010 im
Rahmen einer Presseveranstaltung. "Es gibt keinen Grund mehr, die
PET-Einwegflasche als "Klimakiller" zu diffamieren, wie es in der
Vergangenheit geschehen ist", ergänzt Dr. Bruder.

Für eine Vergleichbarkeit gegenüber früheren Ökobilanzen wurden
die Methodik und die Wirkungskategorien sowie deren Priorisierung
übernommen. Ergänzend wurde der technologische Fortschritt in der
gesamten Prozesskette (PET-Erzeugung, PET-Flaschenherstellung,
Abfüllung, Distribution und Recycling) berücksichtigt. Untersucht
wurden PET-Einweggetränkeverpackungen und andere marktrelevante
Getränkeverpackungen wie PET-Mehrweg und Glas-Mehrweg in den
Bereichen Vorratshaltung (≥0,7 Liter) und Sofortverzehr (<0,7
Liter) für stille Mineralwässer sowie kohlensäurehaltige
Mineralwässer und Erfrischungsgetränke.

Das Ergebnis der Ökobilanz 2010 zeigt Verbesserungen der 1,5L
PET-Einwegflasche in nahezu allen Wirkungskategorien. In der
wichtigsten Kategorie Klimawandel und den weiteren mit großer
ökologischer Bedeutung eingestuften Wirkungskategorien Fossiler
Ressourcenverbrauch, Sommersmog, Versauerung, Terrestrische
Eutrophierung und Humantoxizität/ Feinstaub wurden Verbesserungen
zwischen 30 und 55 % gegenüber der letzten Ökobilanz der
Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G (GDB) aus 2008 erzielt. "Die
Gründe dafür sind vielfältig und entlang der gesamten
Wertschöpfungskette angesiedelt", unterstreicht Andreas Detzel,
Projektleiter ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung
Heidelberg GmbH. Insbesondere die Gewichtsreduktion der Flaschen
(-14%), der ansteigende Rezyklat-Anteil in der Flasche (25-35%
recyceltes PET), die Verringerung der Distributionsdistanzen (-38%)
und der gesunkene Energie- und Prozesswasserverbrauch (-30% bzw.
-36%) haben großen Anteil an der neu erreichten Gleichwertigkeit zum
Referenzwert 0,7 L Glas-Mehrweg im Bereich Vorratshaltung. Die
PET-Mehrwegflasche hat in allen Wirkungskategorien in der Summe mehr
Vorteile als die anderen untersuchten Verpackungssysteme erreicht.

Zur Versachlichung der Diskussion zum Thema Einweg-/
Mehrweggetränke-verpackungen hat die IK das Deutsche Dialog Institut
beauftragt, Gespräche mit Vertretern aus Industrie, Handel und
Interessenverbänden zu führen. "Die Verpackungsverordnung und die
Pfandpflicht haben hinsichtlich PET-Einwegflaschen einen wesentlichen
Beitrag zur Schließung von Kreisläufen und damit zur
Ressourcenschonung geleistet", fasst Helmuth von Grolman,
Geschäftsführer Deutsches Dialog Institut, die Ergebnisse der über 60
Gespräche zusammen. Nach Expertenaussagen liegt die aktuelle
Rücklaufquote bei 1,5 Liter PET-Einwegflaschen bei 98,5%. "Die hohen
Investitionen in das heutige Pfandsystem für PET-Einweg haben sich
gelohnt", so Helmuth von Grolman. Die Ergebnisse der Ökobilanz und
der branchenweiten Gespräche reflektierend, stellt Dr. Jürgen Bruder
fest: "Auch der Getränkeverpackungsmarkt hat bewiesen, dass Ökologie
und Ökonomie untrennbar miteinander verbunden sind."

Pressematerialien zum Download:

www.kunststoffverpackungen.de www.forum-pet.de

Die vollständige Ökobilanz-Studie erhalten Sie bei der IK unter
info@kunststoffverpackungen.de

Über IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. vertritt
als Bundesverband die Interessen der Hersteller von
Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland und Europa. Der
Bundesverband begleitet die Kunststoffverpackung auf ihrem gesamten
Lebensweg von der Herstellung über ihre Anwendung bis hin zu
Verwertung. Durch die produktspezifische Organisation und die aus dem
engen Kontakt mit den Mitgliedern resultierende Marktnähe
gewährleistet der Bundesverband eine zielgenaue Interessenvertretung
gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Das Forum PET in der IK hat
sich zum Ziel gesetzt, über das breite Anwendungsspektrum, die
Eigenschaften und das Recycling des Werkstoffes PET zu informieren.
Mitglieder des Forum PET in der IK sind namhafte internationale
Unternehmen der gesamten Prozesskette: PET-Hersteller, Preform- und
Flaschenhersteller, Maschinenbauer, Verschlusshersteller,
Getränkeabfüller, Recycler.

Originaltext: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/79737
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_79737.rss2

Pressekontakt:
IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
Inga Kelkenberg
Tel.: 06172-926668
E-Mail: i.kelkenberg@kunststoffverpackungen.de

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