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Kupfer will Wolf in Jagdrecht aufnehmen |
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Samstag, 24. April 2010 |
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Freital (ddp-lsc). Umweltminister Frank Kupfer (CDU) will den Wolf
in das Jagdrecht aufnehmen. Ein Abschuss von Wölfen bleibe aber
aufgrund der kleinen Population «grundsätzlich ausgeschlossen», sagte
Kupfer am Samstag auf dem Landesjägertag in Freital. Ausnahmen würden
auch künftig nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden in
Abstimmung mit dem Ministerium bei einzelnen auffälligen Tieren
möglich sein. Mit der Aufnahme der geschützten Tierart in das
Jagdrecht will Kupfer einer Forderung des Landesjagdverbandes
nachkommen.
Kupfer betonte, dass sich am Schutzstatus des Wolfes nichts ändern
werde. Er verwies auch auf andere geschützte Arten wie Luchs,
Fischotter und zahlreiche Greifvögel, die zwar im Jagdrecht erfasst,
aber auf keinen Fall gejagt werden dürften. Für eine Bejagung sei die
Zahl der Wölfe mit derzeit maximal 110 Tieren, darunter 35 bis 40 in
Sachsen, in der deutsch-westpolnischen Population «wesentlich zu
klein».
Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht sei aber auch an
Bedingungen geknüpft, sagte Kupfer. Auf die Jäger kämen in erster
Linie Verpflichtungen zu. So sollten sie in das Monitoring
eingebunden werden, bei der Meldung über das Vorkommen von Wölfen und
bei der Begutachtung von Wildtierrissen. Zur Unterstützung des
bisherigen Wolfsmanagements sollten mindestens fünf Jäger pro
Landkreis fortgebildet werden. Zudem müsse ein Teil der Jagdabgaben
für Projekte zum Schutz der Wölfe bereitgestellt werden.
(ddp)
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