ots: Ford-Werke GmbH / Jubiläum bei Ford in Saarlouis: Vor 40 Jahren rollte ...
Montag, 11. Januar 2010


Saarlouis (ots) -
Runder Geburtstag im Ford-Werk Saarlouis: Vor 40 Jahren - am 16.
Januar 1970 - rollte dort der erste Ford Escort vom Montage-Band.
Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte von Ford in Saarlouis bereits
1966 mit der Grundsteinlegung des Werkes. Zwei Jahre später begann im
Presswerk die Produktion von Karosserieteilen. 1970 schließlich wurde
der erste Ford Escort - der legendäre "Hundeknochen" - gebaut.
Seitdem wurden in Saarlouis fast zwölf Millionen Fahrzeuge
produziert.

Für Henry Ford II. war das Ereignis im Juni 1970 eine weite Reise
wert: Von Detroit kam der Firmenlenker ins Saarland, um den neuen
Ford-Standort auf dem früheren Flugplatz Röderberg auch offiziell zu
eröffnen.

Viele ehemalige Bergleute und Stahlkocher, die durch die Krise der
Montanindustrie an der Saar in ihrer beruflichen Existenz gefährdet
waren, fanden bei Ford einen sicheren Arbeitsplatz. Bei
Produktionsbeginn vor 40 Jahren arbeiteten insgesamt 2.143
Beschäftigte in der neuen Automobilfabrik. Das Saarlouiser Ford-Werk
gilt als "Motor der saarländischen Wirtschaft" und Impulsgeber für
die Automobilindustrie. Denn während der vergangenen 40 Jahre
siedelten sich zahlreiche Automobil-Zulieferer im Saarland an und
schufen neue Arbeitsplätze. Nach Berechnungen der Industrie- und
Handelskammer Saarbrücken sind heute im Saarland bei rund einer
Million Einwohnern fast 24.000 Menschen in der Automobilbranche
beschäftigt. 2008 erzielte die Branche nach den IHK-Angaben einen
Umsatz von 10,5 Milliarden Euro und damit zwei Fünftel des gesamten
Industrieumsatzes. Bei dem in der Automobilbranche Beschäftigten pro
1.000 Einwohner nimmt das Saarland im bundesweiten Statistikvergleich
vor Baden-Württemberg und Bayern den Spitzenplatz ein.

Das Ford-Werk in Saarlouis nahm in den vergangenen 40 Jahren eine
rasante Entwicklung. Schon nach drei Jahren (1973) wurde das 500.000.
Fahrzeug gebaut. Neben dem Ford Escort fertigten die saarländischen
Beschäftigten zwischen 1971 und 1975 den Capri (147.080 Einheiten),
von 1976 bis 1980 den Fiesta (722.160) und zwischen 1983 und 1993 den
Orion (506.772). Rekorde erreichte der Escort, der bis zum
Produktionsbeginn des Ford Focus im August 1998 über sechseinhalb
Millionen Mal von den Saarlouiser Fertigungsbändern rollte. Die Ford
Focus-Baureihe wurde bis heute 3.494.073 Mal gebaut. Zu der Ford
Focus-Modellreihe, die auch die sportlichen Ford Focus ST (ab
10/2005) und den Ford Focus RS (ab 1/2009) umfasst, kamen der Ford
C-MAX (ab 06/2003) und das Crossover-Fahrzeug Ford Kuga (ab 2/2008)
hinzu. Im Jahr 2009 hat Ford in Saarlouis bei einem Tages-volumen von
rund 1740 Einheiten insgesamt 339.717 Fahrzeuge gebaut. 2008 liefen
im Ford-Werk Saarlouis 402.554 Fahrzeuge vom Band. Über 80 Prozent
der Fahrzeuge gehen in den Export. Die wichtigsten unter den über 60
Auslandsmärkten sind Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich,
Benelux. Ford Focus-Modelle werden von der Saar aus aber auch bis
nach Australien und Neuseeland, Singapur und Südafrika exportiert.

Ford in Saarlouis ist heute mit 6.500 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern und weiteren 2.000 Beschäftigten im angeschlossenen
Zuliefererpark der größte Arbeitgeber im kleinsten
Flächen-Bundesland. Insgesamt weit mehr als drei Milliarden Euro hat
Ford während der 40 Jahre in seinen saarländischen Standort
investiert und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Werkes
gefördert. So wird die nächste Generation des erfolgreichen Ford
Focus, deren Serienstart Ende 2010 vorgesehen ist, auf Grund einer
Entscheidung der Ford Motor Company ausschließlich in Saarlouis
gebaut. Der Standort bleibt damit das "Lead Plant" (Stammwerk) und
einziger westeuropäischer Fertigungsstandort für diese Modellfamilie.
Die Weltpremiere hat der Ford Focus der nächsten Generation auf der
"North American International Auto Show" (NAIAS) in Detroit (11.
Januar bis 24. Januar 2010).

Mit seinen Standorten Köln, Saarlouis sowie Genk und Lommel in
Belgien und insgesamt rund 29.000 Beschäftigten gehört Ford zu den
führenden Automobilherstellern in Deutschland: Alleine in Köln, seit
1999 auch Sitz der Europazentrale, beschäftigt die Ford-Werke GmbH
über 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 50
Nationen. Mit der ebenfalls zur Kölner Ford-Werke GmbH zählenden
Fertigungsstätte im belgischen Genk (Provinz Limburg) baut das
Unternehmen jährlich über eine Million Autos. Ford in Deutschland ist
heute mehr denn je exportorientiert: Rund 80 Prozent der Fahrzeuge
werden von Köln und Saarlouis in über 60 Länder ausgeführt - bis nach
Japan, Neuseeland, Australien und Südafrika.

Die Geschichte von Ford in Deutschland begann 1925 mit einem
kleinen Montagebetrieb im Berliner Westhafen. 1931 erfolgte dann
durch das Engagement des dama-ligen Kölner Oberbürgermeisters und
späteren ersten Bundeskanzlers Dr. Konrad Adenauer die Ansiedlung im
Kölner Norden. Heute zählt der Industriekomplex in den Kölner
Stadtteilen Niehl und Merkenich mit der Fahrzeug-, Motoren- und
Getriebeproduktion, Design, dem John-Andrews-Entwicklungszentrum
sowie dem zentralen Ersatzteildepot zu den wichtigsten Standorten des
globalen Ford-Konzerns. Darüber hinaus ist das eng vernetzte Ford
Forschungszentrum Aachen (FFA) eine der wichtigsten Denkfabriken des
Unternehmens zur Entwicklung neuer Technologien für zukünftige
Fahrzeug-Generationen. Hinweis an die Redaktionen: Zu diesem Text
sind Fotos aus der Geschichte des Ford-Werks Saarlouis für
redaktionelle Zwecke kostenlos abrufbereit unter www.presseportal.de
mit dem Suchbegriff Ford. Außerdem über den folgenden Weblink:
www.fordpresse.fordmedia.eu/2010/01/16

Originaltext: Ford-Werke GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6955
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ISIN: DE0005797005

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