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Berlin (ots) - -Wettbewerbsfähigkeit stärken
-Nachhaltiges Wachstum ist Ziel aller Branchen
-Kein Ausspielen der Industrie in grüne und nicht-grüne Unternehmen
110/2009
24. November 2009
"Die Europäische Kommission braucht mehr Mut zum Markt. Die
deutsche Industrie fordert die EU auf, die Innovations- und
Wettbewerbsfähigkeit sowie nachhaltiges Wachstum in den Mittelpunkt
ihrer Zukunftsstrategie zu stellen. Es ist weder sachgerecht noch
zielführend, die Wirtschaft auseinanderdividieren zu wollen in grüne
und nicht-grüne Branchen." So kommentierte BDI-Hauptgeschäftsführer
Werner Schnappauf das heute von der Kommission verabschiedete
Diskussionspapier zur zukünftigen "EU 2020"-Strategie. Sie soll die
jetzige Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung ablösen.
In den Plänen der Kommission für einen neuen Ansatz der
EU-Industriepolitik sollen Staatshilfen und neue Regulierung eine
Schlüsselrolle spielen. "Auch Prozesse intensiven Strukturwandels
kann grundsätzlich der Markt steuern. Nur in Ausnahmefällen sollte
der Staat ergänzend als Akteur auftreten", forderte der
BDI-Hauptgeschäftsführer.
"Die Reformstrategie enthält insgesamt zu wenig konkrete Ansätze
zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit", kritisierte
Schnappauf. Die Bedeutung des freien Welthandels sowie kleiner und
mittelständischer Unternehmen (KMU) würde nicht ausreichend
thematisiert. "Das Ziel, unnötige Belastungen für die Wirtschaft
durch zusätzliche EU-Regulierung zu vermeiden, fehlt komplett."
"Die deutsche Industrie betont die überragende Bedeutung der
klassischen Industrie mit ihren in sich geschlossenen
Wertschöpfungsketten. Jedes Windrad braucht Stahl, Maschinenbau,
elektronische Steuerung. Nachhaltiges Wachstum durch innovative
Produkte ist das Ziel sämtlicher Branchen", sagte Schnappauf. Die
deutsche Industrie habe bereits vor Jahren die Wachstumschancen von
grünen Produkten und Dienstleistungen erkannt.
Originaltext: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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