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Berlin (ots) - BDI kritisiert Preisdirigismus für Arzneimittel:
- Preiseingriffe gefährden Innovationen
- Arzneimittelpreise müssen wettbewerblich ermittelt werden
- Überregulierung blockiert Entwicklungschancen der
Gesundheitswirtschaft
"Staatlich verordnete Zwangsrabatte und Preismoratorien sind
massive Eingriffe in die Preisgestaltungsfreiheit von Unternehmen,
die auf Dauer nicht zu einer marktwirtschaftlichen Politik passen.
Sie konterkarieren die Absicht der Politik, die Gesundheitswirtschaft
zu einem Wachstumssektor zu entwickeln." Das sagte
BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf zur heutigen Entscheidung
der Koalitionsfraktionen, den Zwangsrabatt auf Arzneimittel von
sechs auf 16 Prozent zu erhöhen und mit einem Preismoratorium zu
versehen. Solche Instrumente lähmten die Innovationskraft. Sie
bürdeten damit der pharmazeutischen Industrie in den nächsten Jahren
1,2 Milliarden Euro jährlich auf und belasteten damit Unternehmen,
die sich in der Krise als Stabilitätsanker erwiesen haben. Zudem
werde durch das Vorziehen des angekündigten Zwangsrabatts vom
01.01.2011 auf den 01.08.2010 in das laufende Geschäftsjahr
eingegriffen, was jeder Form der Planungssicherheit widerspricht.
"Die Politik sollte stattdessen gute Rahmenbedingungen für ein
dauerhaft tragfähiges Gesundheitssystem in Deutschland schaffen, das
die Chancen für Wachstum und Beschäftigung nutzt. Dazu gehört auch
eine wettbewerbliche Ermittlung von angemessenen Preisen zur
Refinanzierung hoher Forschungsaufwendungen und als Anreiz für
weitere Innovationen," so Schnappauf. Es liege im Interesse von
Versicherten und Patienten sowie von Unternehmen und Volkswirtschaft,
durch Wettbewerb und Transparenz die Effizienz und Innovationskraft
im Gesundheitssystem zu steigern, statt die Gesundheitswirtschaft
durch weitere Regulierung zu erdrücken.
Originaltext: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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