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Montag, 1. März 2010


Frankfurt am Main (ots) - PwC-Studie "Power Deals 2009": Globales
M&A-Volumen fällt deutlich / Rezession und Kapitalknappheit bremsen
Konsolidierung / 60 Prozent des Transaktionsvolumens entfallen auf
Europa

Die globale Strom- und Gasversorgungsindustrie hat 2009 weniger
Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) und einen
massiven Rückgang des Transaktionsvolumens verzeichnet. Während die
Zahl der Transaktionen gegenüber 2008 um zehn Prozent auf 596 sank,
erreichte der Gesamtwert mit 97,6 Milliarden US-Dollar nur noch die
Hälfte des Vorjahresniveaus, wie aus der Studie "Power Deals - 2009
Annual Review" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft
PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht. Werden die Deals im Bereich
der erneuerbaren Energien mitgezählt, gab es 2009 weltweit 1.146
Transaktionen (minus 24 Prozent) im Volumen von 131,1 Milliarden
US-Dollar (minus 44 Prozent).

"Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage, der anhaltenden
Kapitalknappheit und der Ungewissheit über kommende Klimaschutz- und
Deregulierungsvorschriften haben die meisten Energieversorger von
größeren Transaktionen abgesehen. In Europa hat allerdings die von
der EU-Kommission verordnete operative Trennung von Stromerzeugung
und -transport für Impulse auf dem M&A-Markt gesorgt", kommentiert
Manfred Wiegand, der bei PwC für die weltweite
Energieversorgungsbranche verantwortlich ist.

Vergleichsweise hoch blieb 2009 das Interesse an Zukäufen im
Bereich der erneuerbaren Energien. Hier sank das Transaktionsvolumen
um lediglich 14 Prozent auf 33,5 Milliarden US-Dollar, während bei
den konventionellen Stromerzeugern ein Minus von 51 Prozent auf 88,9
Milliarden US-Dollar zu verzeichnen war. In der Gasindustrie sank das
M&A-Volumen um 38 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar.

Für das laufende Jahr erwarten die Branchenexperten noch keine
durchgreifende Erholung des M&A-Marktes. "Da Fremdkapital für
Akquisitionen auch 2010 nur begrenzt zur Verfügung steht, dürfte das
Transaktionsvolumen niedrig bleiben. Andererseits eröffnet die
Kapitalknappheit auch Chancen. So könnten einige Unternehmen dazu
gezwungen sein, Beteiligungen an Wettbewerber oder Finanzinvestoren
zu verkaufen, um laufenden Verpflichtungen nachzukommen",
prognostiziert Wiegand.

Asien rückt auf

Wie schon im Jahr 2008 verzeichnete die europäische
Energieversorgungsbranche das mit Abstand höchste M&A-Volumen.
Unternehmen und Investoren gaben mit 58,6 Milliarden US-Dollar (ohne
erneuerbare Energien) zwar 43 Prozent weniger für Beteiligungen auf
dem Kontinent aus als 2008, dennoch stieg der Anteil am globalen
Transaktionswert von 53 auf 60 Prozent.

Dieser Trend spiegelt sich auch im Ranking der größten
M&A-Transaktionen wider. Auf den ersten fünf Plätzen liegen Deals mit
einem europäischen Beteiligungsziel. Größte Transaktion war die
Übernahme der 25prozentigen Acciona-Beteiligung am spanischen
Versorger Endesa durch den italienischen Energiekonzern Enel für rund
14 Milliarden US-Dollar als Abschluss der bereits in 2007
eingeleiteten Übernahme. Der deutsche Energieversorger RWE schloss
mit der Übernahme der niederländischen Essent für gut 9,9 Milliarden
US-Dollar die zweitgrößte Transaktion ab.

Während das Transaktionsvolumen bei den nordamerikanischen
Energieversorgern 2009 um 71 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar
fiel, hat sich der Übernahmewert in Südamerika mit 8,6 Milliarden
US-Dollar mehr als verdoppelt. Zurückzuführen ist dieser Anstieg
maßgeblich auf Transaktionen in Brasilien. Auf M&A-Ziele in der
Region Asien Pazifik entfielen 16 Milliarden US-Dollar (minus 26
Prozent). Damit war die Region erstmals der zweitgrößte M&A-Markt der
globalen Energieversorgungsbranche.

Einen dramatischen Einbruch des Transaktionsvolumens verzeichnete
die Russische Föderation. Zwar stieg die Zahl der M&A-Fälle im
Vorfeld der für 2011 angekündigten Marktliberalisierung von 84 auf
131 Transaktionen, der Gesamtwert der Transaktionen mit russischem
Zielunternehmen sank jedoch um 93 Prozent auf 1,7 Milliarden
US-Dollar.

Die Studie "Power Deals - 2009 Annual Review" erhalten Sie als
kostenlosen Download unter www.pwc.de/de/energy

Redaktionshinweis:

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von
rund 1,37 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaften. An 29 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet
Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie
in den Bereichen Deals und Consulting (Advisory).

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
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Pressekontakt:
Claudia Barbe
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Presseabteilung
Tel.: (069) 95 85 - 31 79
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