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Frankfurt am Main (ots) - 1,34 Millionen Neuwagen (+11 Prozent) im
Volumen von 26,2 Mrd. EUR wurden über die Herstellerbanken finanziert
oder geleast / Starker Zuwachs bei Privatkunden; für Firmenkunden
auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner / Trend zu
Mobilitätspaketen ungebrochen
Die Banken der Automobilindustrie haben im Jahr 2009 in
Deutschland so viele neue Fahrzeuge finanziert und verleast wie nie
zuvor. Mit rund 1,34 Millionen Neuwagen im Wert von 26,2 Milliarden
Euro haben die Herstellerbanken ihre wichtige Rolle als
Absatzförderer unterstrichen. In Summe haben sie das Neugeschäft mit
privaten und gewerblichen Kunden um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr
gesteigert. Das Vertragsvolumen wurde mit 88,9 Milliarden Euro (+0,4
Prozent) leicht ausgebaut. Diese Zahlen stellte der Arbeitskreis
Autobanken (AKA) heute auf seiner Jahrespressekonferenz vor.
Geteilter Automarkt 2009: Starker Zuwachs im Privatkundengeschäft
/ Schwieriges Jahr für gewerbliche Kunden
Während die Zahl der privaten Neuzulassungen in Deutschland wegen
der Umweltprämie 2009 deutlich stieg, belasteten die Auswirkungen der
Finanzkrise auf die Realwirtschaft das Geschäft mit gewerblichen
Kunden. Die Autobanken des AKA konnten diesen Marktveränderungen sehr
gut begegnen: Zum einen bauten sie das Privatkundengeschäft mit
782.000 Neuverträgen um 34 Prozent aus, zum anderen konnten sie im
Vergleich zum Gesamtmarkt auch die Rückgänge im gewerblichen Bereich
mit 555.000 Fahrzeugen (-10 Prozent) verhältnismäßig moderat halten.
"Gewerbekunden - vor allem im deutschen Mittelstand - hatten im Zuge
der Finanzkrise ein schwieriges Jahr", erläutert Dr. Michael
Reinhart, einer der beiden Sprecher des Arbeitskreises Autobanken
(AKA). "Die Banken der Hersteller haben sich für gewerbliche Kunden
als verlässlicher Partner und Kreditversorger gezeigt."
Effekte der Umweltprämie: Finanzierung kleinerer Neuwagen / Neue
Kundengruppen nutzen Autobanken
Die Umweltprämie hatte im letzten Jahr auch signifikanten Einfluss
auf die Kundennachfrage im Bereich automobiler Finanzdienstleistung.
So war bei den Privatkunden der Autobanken ein deutlicher Trend weg
von den Leasingprodukten hin zu den Finanzierungslösungen in
Kombination mit der staatlichen Förderung festzustellen. Mit rund
652.000 privaten Finanzierungsverträgen generierten die
herstellerverbundenen Autobanken hier einen Zuwachs um 59 Prozent,
während das klassische Privatleasing um 27 Prozent rückläufig war.
"Diese Entwicklung ist durch die Konditionsgestaltung der Autobanken
gefördert worden, die mit der Prämie insbesondere das Erfolgsprodukt
3-Wege-Finanzierung angeboten haben", erklärt Klaus Bentz, ebenfalls
Sprecher des AKA. "Hier zeigt sich einmal mehr der Vorteil unserer
diversifizierten Produktpalette, die es zulässt, in allen
Marktsituationen passende Angebote zu schnüren." Die Umweltprämie
führte zudem dazu, dass die Herstellerbanken neue Kundengruppen von
ihren Finanzdienstleistungsangeboten überzeugen konnten. "Das starke
Wachstum im Privatkundensegment war möglich, da viele Nutzer der
Umweltprämie ihren Fahrzeugbedarf in der Vergangenheit primär auf dem
privaten Gebrauchtwagenmarkt abgedeckt haben", erläutert Bentz.
"Diese Kundengruppen konnten mit attraktiven Angeboten nun erstmals
an den Markenhandel und die herstellerverbundenen Autobanken
herangeführt werden." Die durchschnittliche Finanzierungssumme in
Höhe von nur 15.563 Euro (-20 Prozent) zeigt zudem, dass sich diese
Kunden insbesondere für kleine, günstige Neufahrzeuge entschieden
haben.
Nachhaltiger Trend zu Mobilitätspaketen der Autobanken
Anhaltend stark nachgefragt waren im letzten Jahr die
Mobilitätspakete der herstellerverbundenen Autobanken, die
zusätzliche Service- und Versicherungsleistungen (z.B.
Kfz-Versicherung, Garantieverlängerung, Wartung, Unterdeckungsschutz)
rund um das Automobil beinhalten. "Kunden, die heute einen
Finanzdienstleistungsvertrag abschließen, wollen nicht mehr nur ein
Auto erwerben, sondern die Gesamtkosten ihres Fahrzeugs inklusive
Versicherungsleistungen und Fahrzeugservice in einer monatlichen Rate
transparent gestalten", schildert AKA-Sprecher Bentz. "Die
maßgeschneiderten Mobilitätspakete, wie sie nur die Herstellerbanken
anbieten können, sind mittlerweile zu einem festen Marktbestandteil
geworden." Insgesamt wurden im letzten Jahr mehr als 2,35 Millionen
Dienstleistungsverträge abgesetzt. Dies entspricht einer
signifikanten Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit
anderen Worten: Auf jeden Leasing- oder Finanzierungsvertrag für
Neuwagen kommen bei den Instituten des AKA aktuell rund 1,6
zusätzliche Dienstleistungsverträge.
Ausblick: Gedämpfter Optimismus für das weitere Jahr 2010
Dem weiteren Jahresverlauf blicken die Banken der Hersteller nur
mit gedämpftem Optimismus entgegen. "Im gewerblichen Bereich rechnen
wir mit einer deutlichen Erholung durch nachgeholte Anschaffungen",
erklärt Dr. Michael Reinhart. "Aufgrund des starken Rückgangs der
Privatkundennachfrage nach der Umweltprämie erwarten wir für den
Gesamtmarkt 2010 jedoch trotzdem nur schwache Zulassungszahlen von
2,8 Millionen Fahrzeugen." Eine Rückkehr zu einem Gesamtmarkt mit
über drei Millionen Neuzulassungen sieht der Arbeitskreis Autobanken
wieder ab dem Jahr 2011. "Nach dem Erfolg der Umweltprämie im
Privatkundensegment sind nun auch für gewerbliche Kunden - vor allem
für den deutschen Mittelstand - adäquate und konjunkturunterstützende
Maßnahmen der Regierung gefragt", erklärt Klaus Bentz. "Die Banken
der Automobilhersteller werden mit innovativen und kundengerechten
Finanzdienstleistungen auch weiterhin wichtige Impulse geben", so
Bentz, "und für die deutsche Automobilwirtschaft wie gewohnt als
Stabilisator und Katalysator funktionieren."
Hintergrund
Der "Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der
Automobilwirtschaft (AKA)" ist ein Zusammenschluss aller
herstellerverbundenen Finanzdienstleistungsgesellschaften (Banque PSA
Finance, BMW Financial Services, FGA Bank Germany, Ford Bank, GMAC
Bank, Honda Bank, Mercedes-Benz Bank, MKG Bank, RCI Banque, Toyota
Financial Services, Volkswagen Financial Services und Volvo Auto
Bank). Der AKA fungiert als gemeinsames Sprachrohr für die Banken der
Automobilindustrie und trägt zur Profilierung hersteller-verbundener
Finanzdienstleistungen in der Öffentlichkeit bei. Die zwölf
Mitglieder des AKA sind seit Jahren Marktführer für automobile
Finanzdienstleistungen in Deutschland und wesentliches Schwungrad für
das volkswirtschaftliche Schlüsselsegment "Mobilität". Derzeit
vertrauen ihnen über zehn Millionen Kunden die Finanzierung ihrer
Automobilität an. Die im AKA organisierten Institute repräsentieren
37 Automobilmarken und beschäftigen bundesweit insgesamt rund 9.000
Mitarbeiter.
Weitere Informationen finden Sie unter www.autobanken.de
Originaltext: Arbeitskreis Autobanken
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52520
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Pressekontakt:
Molthan van Loon
Communications Consultants GmbH (GPRA)
Herr Marius Rechenbach
Tel.: +49 (40) 460 68 184
Fax: +49 (40) 460 68 108
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