ots: Deutsches Institut für Service-Qualität / Empirische Analyse: ...
Montag, 14. September 2009


Hamburg (ots) - Die Insolvenz der US-Bank Lehman-Brothers am
15.09.2008 gilt als Startpunkt einer weltumspannenden Finanzkrise.
Lehman steht auch als Synonym für die Fehlberatungen der Banken. Die
Geschichte der Rentnerin, die ihre gesamten Ersparnisse verlor, weil
ihr ein Berater Lehman-Zertifikate als sicherer Anlageprodukt
verkaufte, ist ein Beispiel von vielen, welches das Vertrauen in
Banken ins Wanken brachte. Haben die Banken aus den Fehlern der
Vergangenheit gelernt? Schaffen sie es, das verlorene Vertrauen durch
eine individuelle und glaubwürdige Beratung zurück zu gewinnen? Sind
ein Jahr nach der Lehman-Pleite aus Verkäufern Berater geworden, die
Ihre Empfehlungen nicht an eigenen Provisionen sondern an den
Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichteten?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat die
Beratungsqualität von Filialbanken in Deutschland im Sommer 2008 und
2009 untersucht. Hierzu wurden Institute in zehn verschiedenen
Regionen Deutschlands umfassend und mehrdimensional analysiert. In
beiden Studien haben jeweils 300 verdeckte Testberatungen
stattgefunden. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise wurde überprüft,
ob und in welchem Ausmaß sich die Beratungsqualität verändert hat.
Verschiedene Hypothesen wurden statistisch anhand eines
Mittelwertvergleichs mit Hilfe eines T-Tests überprüft und mittels
ihrer Signifikanzen bewertet.

Die Bankberatung hat sich trotz Finanzkrise nicht verbessert. Die
Kommunikationsqualität (Kriterien wie Freundlichkeit und
Gesprächsatmosphäre) und die Lösungskompetenz stagnierten. Die
größten Defizite zeigten sich bei der Bedarfsanalyse, die sich
ebenfalls nicht verbesserte. "Die gezielte Analyse ist eine
notwendige Bedingung für eine am Kunden ausgerichtete Beratung", so
Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Lediglich
die Analyse der finanziellen Situation weist auf eine positive
Tendenz hin. Die Abschlussbereitschaft der Kunden sowie die
Individualität der Gesprächsführung durch die Berater haben jedoch im
Vergleich zum Vorjahr nachgelassen. "Die Ergebnisse zeigen, dass die
Bankberater keine Lehren aus der Finanzkrise gezogen haben. Das
verlorene Vertrauen der Kunden wird so nicht zurückgewonnen",
kommentiert Serviceexperte Hamer.

Das Marktforschungsinstitut prüft unabhängig anhand von
mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von
Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut
bedeutende Anhaltspunkte für Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen
wertvolle Informationen für ihr Qualitätsmanagement.

Veröffentlichung nur unter Nennung der Quelle: Deutsches Institut
für Service-Qualität

Originaltext: Deutsches Institut für Service-Qualität
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/64471
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_64471.rss2

Pressekontakt:
Bianca Möller
Telefon: 040 / 41 11 69 27
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

Nachrichten und Pressemeldungen werden Ihnen von unserer Redaktion präsentiert:

ots: Inverto AG / Studie der Einkaufsberatung Inverto: Was Unternehmen gegen ...

Köln (ots) - In Krisenzeiten zählt auf der Agenda des Top Managements vor allem eines: das schnelle Sichern von Liquidität und Ertrag. In einer Studie der Einkaufsberatung ...

Länder einigen sich auf Konsolidierung der Landesbanken

Die Bundesländer mit Landesbanken haben sich grundsätzlich auf eine Konsolidierung ihrer Kreditinstitute bis Ende 2010 geeinigt. Auf ihrem Treffen am Donnerstag in Berlin hätten sich die Teilnehmer auf wesentliche Schritte ...

Steinbrück setzt Banken Ultimatum wegen Kreditklemme

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Banken erneut zu einer besseren Kreditvergabe an Unternehmen aufgefordert und ihnen in diesem Kontext ein Ultimatum bis zu möglichen Reaktionsmaßnahmen des Staates gesetzt. ...

Studie: Wirtschaftskrise verunsichert die Urlauber

Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Bundesbürger bei ihren Reiseplanungen für dieses Jahr zurückhaltend. «Das Lager der zur Reise Unentschlossenen ist größer als je zuvor», sagte der Leiter der ...

Schäuble dringt auf strenge Finanzmarktregulierung durch G20

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dringt auf eine strenge Regulierung der Finanzmärkte im Rahmen der G20. In einem Gastbeitrag für das «Handelsblatt» (Mittwochausgabe) warnte Schäuble davor, «das Schicksal des globalen Finanzsystems ...

Steg: Bei Bad-Bank-Gespräch ist kein Abschlussergebnis zu erwarten

Bei den Beratungen am kommenden Dienstag zur möglichen Ausgestaltung sogenannter Bad Banks wird es noch keine endgültigen Ergebnisse geben. «Wir rechnen bei diesem Gespräch nicht mit schon abschließenden Ergebnissen», sagte ...


 
< zurück   weiter >

Zufallsartikel