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Köln (ots) - Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise treffen
verstärkt auch die Entwicklungsländer: Das Finanzierungsangebot ist
spürbar zurückgegangen. Daher sind Entwicklungsfinanzierer besonders
gefordert, um diesen Engpass zu überwinden. Die DEG - Deutsche
Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH nahm dies zum Anlass
für eine internationale Fachtagung am 16. September 2009. Über 120
Teilnehmer aus fast 40 Ländern folgten der Einladung nach Köln und
diskutierten über die Krise und die besondere Rolle der
Entwicklungsfinanzierer. Unter dem Titel "Entwicklungspartner - die
Rolle der Entwicklungsfinanzierer in der gegenwärtigen
Wirtschaftskrise und die Einschätzung der Kunden" stand dabei die
Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen und Banken aus verschiedenen
Regionen der Welt die Lage beurteilen.
"Die DEG hat früh ein Krisenreaktionsteam gebildet, das vor Ort
mit den Unternehmen spricht. Darüber hinaus haben wir Kunden mit
entsprechendem Bedarf zusätzliche Mittel bereitgestellt und
Unternehmen unterstützt, deren Finanzierung über Geschäftsbanken
infolge der Krise reduziert wurde. Ein weiteres Augenmerk liegt auf
der Stärkung des Finanzsektors", sagte Dr. Winfried Polte, Sprecher
der DEG-Geschäftsführung, zu den Aktivitäten seines Instituts.
Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul schilderte die
Auswirkungen der Krise auf die Entwicklungsländer, und Professor Rolf
J. Langhammer vom Kieler Institut für Weltwirtschaft beleuchtete die
Ursachen. DEG-Kunden aus Lateinamerika, Asien und Osteuropa
berichteten von ihren Erfahrungen in den verschiedenen Regionen. Zu
den gemeinsamen Initiativen der Entwicklungsfinanzierer äußerten sich
neben der DEG Vertreter der zur Weltbank-Gruppe gehörenden
International Finance Corporation und der niederländischen
Entwicklungsbank FMO.
DEG-Geschäftsführer Polte äußerte die Hoffnung auf eine
Verbesserung der Lage: "Die in einzelnen Ländern und Regionen wieder
gewonnene relative Stabilität zeigt, dass die Aktivitäten auch der
Entwicklungsfinanzierer offensichtlich in die richtige Richtung
gegangen sind." Die Tagung war die zweite in der Reihe "Dialog im
Atrium", die die DEG, einer der größten europäischen
Entwicklungsfinanzierer, im letzten Jahr in ihrer neuen
Unternehmenszentrale in der Kölner Innenstadt ins Leben gerufen hat.
Für DEG-Geschäftsführer Polte, der Ende September in Ruhestand geht,
war die jetzige Konferenz gleichzeitig der Abschied von langjährigen
internationalen Partnern.
Am Rande der Tagung sagte die DEG der ägyptischen SEKEM-Gruppe ein
langfristiges Darlehen in Höhe von 10 Mio. US-Dollar zu. SEKEM ist
ein der DEG seit langem verbundener und wirtschaftlich erfolgreicher
Partner, der sich durch sein großes soziales und umweltpolitisches
Engagement auszeichnet. Das aktuelle Vorhaben zielt darauf ab, 2.500
Hektar Wüstensand in Ägypten urbar zu machen und Anbauflächen für
ökologisch erzeugtes Obst, Gemüse und Kräuter zu entwickeln.
Originaltext: DEG - Dt. Invest. und Entwicklungsges.
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