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Frankfurt am Main (ots) -
PwC-Studie "Renewables Deals 2009": Anteil Erneuerbarer Energien
an M&A in Energiebranche steigt trotz Rückgang des Dealvolumens /
Zuwächse bei Wasserkraft, Einbruch bei Wind- und Solarenergie
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch im Bereich der
Erneuerbaren Energien die M&A-Aktivitäten spürbar gebremst. Der Wert
der eingegangenen Kapitalbeteiligungen, Fusionen und Übernahmen sank
2009 um 14 Prozent auf 33,4 Milliarden US-Dollar. Die absolute Zahl
der Deals fiel sogar um 36 Prozent auf 549 Transaktionen. Da jedoch
in der Energiebranche insgesamt das Transaktionsvolumen um rund 50
Prozent nachgab, stieg der Anteil der Erneuerbaren am M&A-Volumen im
Jahresvergleich von 17 Prozent auf 25 Prozent, wie aus der Studie
"Renewables Deals - Annual Review 2009" der Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht.
Die vergleichsweise positive Entwicklung bei den Erneuerbaren
Energien ist maßgeblich auf Transaktionen im Bereich der Wasserkraft
zurückzuführen. Hier stieg das M&A-Volumen im Jahresvergleich von gut
10 Milliarden auf über 15 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber brach
der Gesamtwert der Transaktionen in der Windenergiebranche um 62
Prozent auf 6,3 Milliarden US-Dollar und in der Solarbranche um 44
Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar ein.
Auch für 2010 zeichnet sich kein einheitlicher Trend für das
M&A-Geschehen im Bereich der Erneuerbaren Energien ab. "Die großen
Energieversorger stehen vor erheblichen Investitionen zur
Modernisierung ihrer konventionellen Kraftwerke, die im Zweifelsfall
Vorrang vor weiteren Zukäufen bei Wind-, Wasser und Solarkraft haben.
Daraus könnten sich zwar Beteiligungschancen für Finanzinvestoren
ergeben, jedoch bleibt die Ungewissheit über die
Refinanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt", kommentiert Manfred
Wiegand, der bei PwC für die weltweite Energieversorgungsbranche
verantwortlich ist.
Wasserkraft mit Sogwirkung
Insgesamt entfielen fünf der zehn größten Deals des Jahres 2009
auf den Wasserkraft-Bereich. Die größte Einzeltransaktion des
vergangenen Jahres war die Übernahme eines Wasserkraftwerks am
chinesischen Drei-Schluchten-Stausee durch die börsennotierte China
Yangtze Power für knapp sechs Milliarden US-Dollar. Aus deutscher
Sicht bemerkenswert ist der Verkauf von 13 Wasserkraftwerken der E.ON
AG an die österreichische Verbund Innkraftwerke GmbH. Mit einem
Volumen von fast zwei Milliarden US-Dollar war dies die drittgrößte
Transaktion des Jahres 2009.
Die milliardenschweren Wasserkraft-Deals hatten 2009 auch
Auswirkungen auf die regionale Verteilung des M&A-Volumens. In
Südamerika erreicht der Gesamtwert der Deals im Bereich der
Erneuerbaren Energien mit gut 4,4 Milliarden US-Dollar mehr als das
Dreifache des Vorjahresniveaus. Dabei schlug allein die Übernahme des
kolumbianischen Energieversorgers Empresa de Energia del Pacifico,
der Strom nahezu ausschließlich in Wasserkraftwerken erzeugt, mit
über 1,1 Milliarden US-Dollar zu Buche. Das Volumen der Deals mit
Zielunternehmen in der Region Asien-Pazifik stieg 2009 um 32 Prozent
auf gut 7,7 Milliarden US-Dollar.
Europa verteidigte zwar mit einem Transaktionsvolumen von gut 12,7
Milliarden US-Dollar seine Führungsposition, gegenüber 2008 fiel der
Wert jedoch um 38 Prozent. In Nordamerika sank der Gesamtwert der
Übernahmen und Beteiligungen weniger stark um 19 Prozent auf gut 7,8
Milliarden US-Dollar. Im Bereich Windenergie gab es sogar einen
deutlichen Zuwachs um rund eine Milliarde auf 2,6 Milliarden
US-Dollar. Die vergleichsweise robuste Verfassung des
nordamerikanischen M&A-Marktes dürfte vor allem auf die verstärkte
staatliche Förderung und Steuererleichterungen für Investitionen in
Erneuerbare Energien zurückzuführen sein.
Die Studie "Renewables Deals - Annual Review 2009" erhalten Sie
als kostenlosen Download unter www.pwc.de/de/presse
Redaktionshinweis:
Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist
in Deutschland mit 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von
rund 1,37 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaften. An 29 Standorten arbeiten Experten für
nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet
Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie
in den Bereichen Deals und Consulting (Advisory).
Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
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