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Hamburg (ots) - 21. Januar 2010 - SAP bereitet den Vorstoß ins
Endkundengeschäft vor. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe
2/2010) berichtet, entwickelt der weltweit führende Anbieter von
Unternehmenssoftware Anwendungen, mit denen Haushalte oder
Kleinunternehmer ihren Stromverbrauch messen und kontrollieren
können. "Das ist eine Gelegenheit, SAP als Anbieter in das
Bewusstsein der Endkunden zu bringen", begründete SAP-Manager Klaus
Heimann, der bei SAP das Geschäft mit den Versorgern verantwortet,
diesen Schritt gegenüber 'Capital'. "Wir wollen das Interesse dafür
wecken, dass der Verbraucher mit Hilfe unserer Software ein wenig
grüner werden kann."
Über die Software, die online angeboten werden soll, könnten die
Kunden etwa einzelne Energieverbraucher überblicken und
Optimierungsvorschläge abrufen, so Heimann. Die neue Anwendung soll
2011 marktreif sein.
SAP wagt den Schritt auf unbekanntes Terrain, um sich neue
Wachstumschancen zu eröffnen. Bislang verkauft der Walldorfer Konzern
seine Software ausschließlich an Unternehmen, die damit den Einsatz
ihrer Ressourcen managen wie etwa Programme im Finanz- und
Rechnungswesen. Nun nutzt SAP die Gelegenheit, im Zuge der weltweiten
Digitalisierung der Stromnetze neue Anwendergruppen zu erreichen. Um
den Anforderungen des Kampfes gegen den Klimawandel gerecht zu
werden, rüsten die Versorgungskonzerne derzeit ihre Netze auf: Über
einen verbesserten Informationsfluss soll etwa die wechselnde Last
durch den wachsenden Anteil der Wind- und Sonnenenergie in der
Stromerzeugung besser gesteuert werden. Außerdem sollen die
Verbraucher über intelligente Zähler künftig zeitnah über ihren
Verbrauch informiert werden, um das Stromsparen zu erleichtern. In
Deutschland müssen alle Neubauten seit Jahresbeginn mit der neuen
Technik ausgestattet sein.
Die intelligenten Stromnetze hatte Konzernchef Léo Apotheker
bereits Ende vergangenen Jahres als wichtiges Wachstumsfeld
ausgemacht. Branchenschätzungen zufolge dürfte sich der weltweite
Umsatz in diesem Segment bis 2030 auf rund 115 Mrd. US-Dollar mehr
als verfünffachen. Mit der neuen Software will SAP die Brücke zum
Stromkunden schlagen, um die dort anfallenden Datenmengen in die
Systeme der Konzerne einzuspeisen. In dieses Geschäft drängen auch
Rivalen wie Microsoft oder Google, die bereits erste Lösungen
anbieten.
Originaltext: Capital, G+J Wirtschaftsmedien
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Pressekontakt:
Matthias Lambrecht, Redaktion G+J Wirtschaftsmedien,
Tel. 040/31 990-01, E-Mail:
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