|
Gericht: Ein-Euro-Kraft hat Anspruch auf feste Stelle bei Kommune |
|
Montag, 26. April 2010 |
|
Frankfurt/Main (ddp-hes). Das Hessische Landesarbeitsgericht hat
einem schwerbehinderten Ein-Euro-Jobber das Recht auf eine befristete
Arbeitsstelle bei einer Kommune zugesprochen. Der Arbeitgeber konnte
nach Ansicht der Richter nicht begründen, warum ein anderer
Ein-Euro-Jobber die Stelle erhalten hatte, teilte das
Landesarbeitsgericht am Montag in Frankfurt mit (Az. 19/3 Sa 47/09).
Die Kommune hatte den Angaben zufolge weder ein schriftliches
Anforderungsprofil noch eine ordnungsgemäße Dokumentation ihrer
Auswahlentscheidung erstellt. Wegen der fehlenden Begründung der
Bewerberauswahl müsse auch bei dem Kläger von einer Eignung für die
Stelle im Archiv ausgegangen werden, so das Gericht.
Der Kläger hatte bereits zuvor bei der beklagten Kommune im Archiv
gearbeitet und gehofft, die neu geschaffene Stelle zu bekommen. Der
Arbeitgeber stellte jedoch einen Kollegen, ebenfalls eine
Ein-Euro-Kraft, ein. Nach der Gerichtsentscheidung muss die Kommune
den Kläger nun auch befristet einstellen.
Gegen das Urteil kann keine Revision eingelegt werden. In erster
Instanz hatte das Arbeitsgericht Wiesbaden die Klage abgelehnt (Az. 3
Ca 1294/08).
(ddp)
Verwandte Artikel und Meldungen für Sie aufbereitet: Die Fluggesellschaft Germanwings hat eine Niederlage vor dem
Bundesgerichtshof (BGH) erlitten. Wenn Kunden ihren entrichteten
Flugpreis per Rücklastschrift zurückbuchen, darf das Unternehmen
keine «Be arbeitungsgebühr» von 50 Euro erheben, wie das ... Wegen schwerer Untreue ist der frühere Werbemanager Aleksander Ruzicka am Dienstag vom Wiesbadener Landgericht zu elf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht zeigte sich nach 16-monatiger Prozessdauer ... Wer die Textzeile «die Fahnen hoch» in der Öffentlichkeit verwendet, macht sich strafbar. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss und bestätigte damit die Verurteilung eines fränkischen ... Telekommunikationsbetreiber sind zur Einrichtung von Anlagen zur
Vorratsdatenspeicherung verpflichtet. Das Oberverwaltungsgericht
(OVG) Berlin-Brandenburg gab in vier von fünf Fällen Beschwerden der
Bundesnetzagentur statt und hob damit gegenteilige Entscheidungen
der Vorinstanz ... Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte der Mieter bei der falschen Angabe von Wohnraumflächen in Mietverträgen gestärkt. Sogenannte «cirka-Angaben» stellten keine zusätzliche Toleranzschwelle zugunsten des Vermieters dar, urteilte der BGH ... Bayerns Europaministerin Emilia Müller (CSU) kritisiert das
Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in
Straßburg, wonach ein christliches Kreuz in einem Klassenzimmer die
Religionsfreiheit der Schüler verletzt. «Die Straßburger Richter ...
|