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Bremen (ots) - Das neue Gesetzesvorhaben, die Wohlverhaltensphase
im Verbraucherinsolvenzverfahren von sechs auf drei Jahre zu
verkürzen, ist heute von Stephan Jender, Geschäftsführer der Bremer
Seghorn Inkasso GmbH, scharf kritisiert worden. "Ist das die neue
Gerechtigkeit? Weil weniger als 10.000 insolventen Selbstständigen
eine zweite Chance eingeräumt werden soll, könnten künftig in jedem
Jahr mehr als 140.000 insolvente Verbraucher nach drei Jahren und
damit doppelt so schnell wie bisher schuldenfrei sein. Gleichzeitig
schlittern immer mehr Gläubiger aus Handwerk und Mittelstand auf
Grund der schlechten Zahlungsmoral der Verbraucher in die Insolvenz",
so Jender.
Seiner Ansicht nach widerspricht dieses Vorhaben jeglichem
Gerechtigkeitsempfinden: "Redliche Gläubiger werden hier nicht nach
ihren Interessen gefragt. Und das, um einer kleinen Gruppe von
ehemals selbstständig Tätigen, die sicherlich eine zweite Chance
verdient haben, wieder auf die Beine zu helfen. Zum einen ist die
Gesetzesänderung höchst überflüssig, weil ein Neuanfang auch nach
geltendem Recht möglich ist.
Ein weiteres Problem ist, dass mehr als zehnmal so viele
Problemschuldner auf dem Rücken ihrer Lieferanten ebenfalls von allen
bisherigen Schulden befreit werden. Das Gesetzesvorhaben kann nämlich
auf Grund des Gleichheitsgrundsatzes nicht nur auf die Teilgruppe
ehemalig selbstständig Tätiger beschränkt werden. Wenn sich das
rumspricht, gibt es künftig für die unvernünftig Handelnden unter den
Verbrauchern keinen Grund mehr, sich zu beherrschen. Die für alle
Menschen bestehende Eigenverantwortlichkeit bleibt auf der Strecke.
Wir befürchten, dass vor allem das Handwerk und der kleine
Mittelstand die Folgen in Form weiter steigender Forderungsausfälle
zu tragen hat. Das kann nicht sein", betont der Geschäftsführer heute
in einem Statement gegenüber der Presse.
Hinweis für die Redaktion:
Das ausführliche Statement finden Sie im Internet unter
www.seghorn.de . Gerne senden wir Ihnen die Langfassung der
Presseinformation (inklusive Statement) auch per Mail zu.
Hintergrund:
Als eines der großen Inkasso-Unternehmen Deutschlands bearbeitet
die Seghorn Inkasso GmbH in Bremen derzeit mehr als eine Million
Inkassoaufträge. Das Unternehmen ist an einer Vielzahl
außergerichtlicher Schuldenbereinigungsverfahren und
Verbraucherinsolvenzverfahren als Vertreter von Gläubigern beteiligt.
Originaltext: Seghorn Inkasso GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/42987
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_42987.rss2
Pressekontakt:
Stephan Jender, Seghorn Inkasso GmbH, Legienstr. 1, 28188 Bremen,
Tel. 0421/4391 360, Fax: 0421/4391 316
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