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Frankfurt am Main (ots) -
Vertrauen ist ein zentrales Element des gesellschaftlichen
Miteinanders. Egal ob Konsumverhalten, politische Meinungsbildung
oder gesellschaftliche Akzeptanz, stets spielt das Vertrauen der
Öffentlichkeit in Institutionen sowie politische und wirtschaftliche
Führung eine wesentliche Rolle. In dieses wichtige Kernfeld von PR
und Öffentlichkeitsarbeit mehr Transparenz zu bringen steht im
Mittelpunkt des von der GPRA konzipierten und von TNS Emnid
realisierten GPRA-Vertrauensindex, der künftig quartalsweise einen
differenzierten Nachweis der Vertrauensentwicklung in der deutschen
Bevölkerung ermöglicht. Der GPRA-Vertrauensindex gibt auf Basis der
Differenzierung nach Branchen ein Bild des Vertrauens der Deutschen
in Unternehmen und Institutionen wieder.
Die Ergebnisse der ersten Erhebung zeigen, dass die Deutschen -
trotz der Lebensmittelskandale und der anhaltenden Diskussion um eine
bessere Kennzeichnung - der Lebensmittelbranche das meiste Vertrauen
schenken. Grund zum Jubeln gibt es jedoch bei einem Indexwert von
42,1 von 100 möglichen Punkten keinen.
Klare Verlierer des in Kooperation mit dem renommierten
Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid entwickelten
GPRA-Vertrauensindex sind die krisengeschüttelte Finanzbranche und
die Energieindustrie. Bei der Betrachtung der Einzelergebnisse wird
deutlich, dass beide unter einem massiven Glaubwürdigkeitsproblem
leiden: Nur rund 20% der deutschen Bevölkerung vertrauen den Aussagen
dieser Branchen.
Uwe A. Kohrs, Präsidiumsmitglied der GPRA ordnet daher die
gesamten Ergebnisse des Index wie folgt ein: "Es wird Zeit, dass all
die schönen Sonntagsreden und Kampagnen zur Vertrauensbildung endlich
auf ihren Realitätsbezug hin überprüft werden. Die 1. Erhebung macht
deutlich: Die Vertrauens-Realität in Deutschland ist ernüchternd.",
In Kooperation mit Emnid bietet der GPRA-Vertrauensindex im Rahmen
einer repräsentativen CAPI-Befragung viermal pro Jahr eine
Quartalsbetrachtung der Vertrauenswerte von Unternehmen und
Institutionen in folgenden acht ausgewählten repräsentativen
Branchen: Gesundheitsbranche, Automobilbranche, Energie- und
Wasserversorger, Informationstechnologie, Finanzbranche,
Lebensmittelindustrie, Chemische Industrie sowie Verkehrs- und
Transportunternehmen. Der abschließend ermittelte Indexwert setzt
sich zusammen aus den gewichteten Teilergebnissen der vier
Vertrauensdimensionen Ehrlichkeit der Aussagen, gesellschaftliche
Teilhabe der Branchen, Umgang mit eigenen Mitarbeitern und Umgang mit
Kunden und stellt das Vertrauensniveau der deutschen Bevölkerung dar.
"Vertrauen ist zur wichtigen Währung im Urteil von Personen und
Institutionen geworden. Zum einen weil unsere Gesellschaft so komplex
geworden ist, dass sie niemand mehr versteht und zum anderen weil
durch das Internet sämtliche Prozesse und Verhaltensweisen
transparent sind", erläutert Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer
von TNS Emnid. GPRA-Präsident Dr. Alexander Güttler betont die
besondere Rolle der PR-Branche im Prozess der Vertrauensbildung: "Das
Schaffen von Vertrauen durch transparente und glaubwürdige
Information und Kommunikation ist eine der Kernaufgaben von moderner
PR und die GPRA als Verband der führenden Agenturen sorgt mit dem
Index für mehr Markttransparenz."
Originaltext: GPRA e. V.
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