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Hamburg (ots) - 15. März 2010 - Nicht nur bei der Deutschen
Telekom, auch beim Konkurrenten Vodafone sind vertrauliche
Kundendaten nach außen gedrungen. Nach Informationen des
Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 4/2010, EVT 18. März)
gelangten Datensätze Tausender Kunden der Festnetz-Tochter Arcor über
dubiose Callcenter-Betreiber auf den Schwarzmarkt. Daten-Lecks gab es
auch beim Kabelnetz-Betreiber Unitymedia. Dies geht 'Capital' zufolge
aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bonn hervor.
Oberstaatsanwalt Fred Apostel bestätigte dem Magazin, dass es
"Hinweise gibt, nach denen verschiedene Telekommunikations- und
Kabelnetzanbieter betroffen" seien. Die Ermittler gehen davon aus,
dass es sich um etwa 200.000 Datensätze von Telekom-Konkurrenten
handelt.
Vodafone Deutschland räumte ein, von den Strafverfolgungsbehörden
schon im November 2009 über den Datenklau informiert worden zu sein.
Man habe aber bislang nichts unternommen, da die Datensätze, die aus
dem Jahr 2000 stammen, bisher nicht übermittelt worden seien. "Daher
konnten betroffene Arcor-Kunden nicht durch Vodafone informiert
werden." Insgesamt handele es sich um "rund 5.000 Daten der Arcor AG
mit Name, Adresse und Telefonnummer". Informationen über Kontodaten
seien nicht in Umlauf gekommen.
Heikel an dem Vorgang ist zudem, dass nicht die
Strafverfolgungsbehörden, sondern die Deutsche Telekom den
Datenmissbrauch entdeckte. Die Ermittler hatten dem Konzern
Stichproben der sichergestellten Datensätze zur Prüfung zugeschickt.
Erst dabei fiel auf, dass darunter auch Kunden der Wettbewerber
waren. "Wir sind davon ausgegangen, dass es sich ausschließlich um
Telekom-Daten handelt", erklärte Staatsanwalt Apostel.
Originaltext: Capital, G+J Wirtschaftsmedien
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Claus Gorgs, Redaktion G+J Wirtschaftsmedien,
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