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München (ddp.djn). Viele junge Menschen spielen nach Erkenntnissen
des Automobilclubs Kraftfahrer-Schutz (KS) die Gefahren herunter, die
sich aus einem Wochenend-Joint oder einer Party-Pille für ihre
Fahrtüchtigkeit als Verkehrsteilnehmer ergeben. Abgesehen von
Gesundheitsschäden könnten Haschisch, Marihuana, Heroin, Kokain,
Ecstasy oder Designer-Drogen das Fahrverhalten total verändern.
Deshalb kenne die Polizei auch kein Pardon: Wer beim Fahren unter
Drogeneinfluss erwischt wird, müsse mit Geldbuße von 250 Euro, einem
Monat Fahrverbot sowie vier Punkten in Flensburg rechnen - im
günstigsten Fall.
Nach Erfahrungen des KS wird aus dem Fahrverbot oft der komplette
Entzug der Fahrerlaubnis. Und das habe sehr böse Folgen, denn in den
meisten Fällen bekomme man den Führerschein erst nach Bestehen einer
Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) zurück. Voraussetzung
dafür sei unter anderem der Nachweis einer mindestens einjährigen
Drogenabstinenz.
Es komme nicht auf die Drogenmenge an, mahnt der KS. Anders als
bei Alkohol gebe es keine Grenzwerte. Auch der kleinste Joint könne
Folgen haben. Wer glaube, die Polizei austricksen zu können, irre:
«Die Beamten sind in der Regel so gut geschult, dass sie
Verdachtsmomente erkennen und sichern können, was sich später nicht
nur im Blut, sondern auch im Urin und sogar in den Haaren nachweisen
lässt», schildert KS-Sprecher Thomas Achelis seine Beobachtungen.
ddp.djn/nom/hoe
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