Blumenhändler mit gedämpften Erwartungen für den Valentinstag
Mittwoch, 18. März 2009

Am 14. Februar ist Valentinstag und viele Bundesbürger verschenken Blumen an ihre Partner, Freunde, Verwandten oder Geschäftspartner. Allerdings sind die Umsatzerwartungen bei den Blumenhändlern hierzulande gedämpft. «Für das Jahr 2009 bin ich zurückhaltend, weil der 14. Februar auf einen Samstag fällt», erklärte Fleurop-Vorstand Niklas Dörr.

Blumenhändler mit gedämpften Erwartungen für den Valentinstag

Berlin (ddp.djn). Am 14. Februar ist Valentinstag und viele Bundesbürger verschenken Blumen an ihre Partner, Freunde, Verwandten oder Geschäftspartner. Allerdings sind die Umsatzerwartungen bei den Blumenhändlern hierzulande gedämpft. «Für das Jahr 2009 bin ich zurückhaltend, weil der 14. Februar auf einen Samstag fällt», erklärte Fleurop-Vorstand Niklas Dörr. An einem Samstag fehle den Floristen ein halber Arbeitstag. Die derzeitige Wirtschaftskrise sei aber momentan bei den etwa 14 000 Blumenhändlern in Deutschland noch nicht zu spüren.

Nach Schätzungen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH (ZMP) gaben die Deutschen im vergangenen Jahr rund 3,2 Millionen Euro für Schnittblumen aus. Pro Kopf sind dies etwa 39 Euro. «Dieser Wert ist über die letzten vier bis fünf Jahre stabil geblieben», sagte der Marktexperte für Zierpflanzen bei der ZMP, Richard Niehues. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland damit, bezogen auf den Schnittblumenkauf, zur Spitzengruppe. Aussagen zur Entwicklung in der derzeitigen Wirtschaftssituation könne man aber nicht zuverlässig treffen.

Pünktlich zum Valentinstag steigt alljährlich die Nachfrage nach Blumen und damit auch deren Preis. «Im Frühjahr sind die Blumen meist teurer», sagte die Sprecherin des Statistischen Bundesamtes, Ute Egner. 2008 sei diesbezüglich allerdings nicht auffällig gewesen. Die Preise seien gegenüber 2007 sogar um 5,7 Prozent günstiger gewesen.

Trotz des hohen Verbrauchs in Deutschland, werden die Pflanzen vorwiegend importiert. Nur etwa 18 Prozent seien in der Bundesrepublik angebaut worden, so die Schätzungen der ZMP für 2008. Deutschland sei weltweit eines der Länder, das am meisten Schnittblumen importiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Wert von frischen Schnittblumen, die von Januar bis November 2008 nach Deutschland eingeführt worden waren, bei 682,4 Millionen Euro. Der mit Abstand überwiegende Teil der Pflanzen stammte aus den Niederlanden.

Da am Valentinstag nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit die Nachfrage nach Blumen steigt, haben die Blumenimporteure und damit auch die Luftfrachtbranche dieser Tage Hochsaison. «Das Geschäft beginnt Ende Januar und bricht dann am Valentinstag ein», sagte der Unternehmenssprecher der Lufthansa Cargo AG, Nils Haupt. Das Unternehmen rechne in diesem Jahr zum Valentinstag mit einem Umschlag von rund 850 Tonnen Rosen, die hauptsächlich aus Südamerika und Ostafrika stammten und für den gesamten europäischen Markt bestimmt seien. 2007 seien allerdings noch rund 1000 Tonnen der Pflanzen umgeschlagen worden.

Aber nicht nur zum Valentinstag ist die Rose eine besonders beliebte Schnittblume in Deutschland. Zwischen Januar und November 2008 sei laut dem Statistischen Bundesamt insgesamt eine Stückzahl von einer Milliarde der stacheligen Pflanzen, im Wert von 214,2 Millionen Euro, in die Bundesrepublik eingeführt worden.

(ddp)




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