Bamberger kritisiert WLAN-Datenerfassung durch Google
Freitag, 23. April 2010
Bamberger kritisiert WLAN-Datenerfassung durch Google

Mainz (ddp-rps). Der rheinland-pfälzische Justizminister Heinz Georg Bamberger (SPD) hat die Erfassung von Daten lokaler Funknetze (WLAN) durch den Internetkonzern Google scharf kritisiert. «Die Salamitaktik von Google ist nicht hinnehmbar», sagte Bamberger am Freitag in Mainz und forderte das Unternehmen auf, «endlich alles auf den Tisch zu legen». So seien die Daten ohne Wissen Dritter erhoben und öffentlich gespeichert worden, fügte der Minister hinzu.

Zugleich schloss sich Bamberger der Forderung des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar an, nur noch Fahrten des Internetdienstes «Google Street View» hinzunehmen, «die auf der Grundlage der Vereinbarung mit den Datenschutzaufsichtsbehörden und in Übereinstimmung mit dem Datenschutzrecht von Deutschland erfolgen».

Der Internetkonzern hatte am Donnerstag eingeräumt, dass auch in Deutschland die für «Google Street View» im Einsatz befindlichen Fahrzeuge mit technischen Geräten zur Kartographierung von WLAN-Netzen ausgerüstet seien. In einer Mitteilung erklärte der Konzern, dass es sich bei der Erfassung nicht um persönlich identifizierbare Daten handele. Die technischen Informationen über ein Netzwerk würden zudem von den jeweiligen Betreibern öffentlich zugänglich gemacht, teilte der Konzern weiter mit.

Darüber hinaus sei die Erfassung von WLAN-Daten weder etwas Neues, noch etwas, das nur Google mache, hieß es weiter.

(ddp)

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