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Mainz (ddp-rps). Der rheinland-pfälzische Justizminister Heinz
Georg Bamberger (SPD) hat die Erfassung von Daten lokaler Funknetze
(WLAN) durch den Internetkonzern Google scharf kritisiert. «Die
Salamitaktik von Google ist nicht hinnehmbar», sagte Bamberger am
Freitag in Mainz und forderte das Unternehmen auf, «endlich alles auf
den Tisch zu legen». So seien die Daten ohne Wissen Dritter erhoben
und öffentlich gespeichert worden, fügte der Minister hinzu.
Zugleich schloss sich Bamberger der Forderung des
Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar an, nur noch Fahrten des
Internetdienstes «Google Street View» hinzunehmen, «die auf der
Grundlage der Vereinbarung mit den Datenschutzaufsichtsbehörden und
in Übereinstimmung mit dem Datenschutzrecht von Deutschland
erfolgen».
Der Internetkonzern hatte am Donnerstag eingeräumt, dass auch in
Deutschland die für «Google Street View» im Einsatz befindlichen
Fahrzeuge mit technischen Geräten zur Kartographierung von
WLAN-Netzen ausgerüstet seien. In einer Mitteilung erklärte der
Konzern, dass es sich bei der Erfassung nicht um persönlich
identifizierbare Daten handele. Die technischen Informationen über
ein Netzwerk würden zudem von den jeweiligen Betreibern öffentlich
zugänglich gemacht, teilte der Konzern weiter mit.
Darüber hinaus sei die Erfassung von WLAN-Daten weder etwas Neues,
noch etwas, das nur Google mache, hieß es weiter.
(ddp)
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