VW sieht keine Anzeichen für Überhitzung des Automarktes in China
Freitag, 23. April 2010
VW sieht keine Anzeichen für Überhitzung des Automarktes in China

Peking (ddp.djn). Volkswagen-Vorstand Ulrich Hackenberg ist von den langfristigen Wachstumschancen in China überzeugt. Er sehe keine Anzeichen für eine Überhitzung auf dem dortigen Automarkt, doch könnten die aktuell hohen Wachstumsraten nicht nachhaltig sein, sagte der Manager am Freitag am Rande der Fahrzeugmesse Auto China 2010 in Peking.

«Mittel- bis langfristig dürfte der chinesische Automarkt durchschnittlich jährlich um zehn Prozent wachsen», sagte Hackenberg. Abhängig von der chinesischen Wirtschaftsentwicklung insgesamt könne auch ein zeitweiliger Rückgang im Autogeschäft nicht ausgeschlossen werden.

Der Fahrzeugabsatz in China stieg im vergangenen Jahr um 50 Prozent. Damit überholte die Volksrepublik die USA als größten Automarkt der Welt. Für VW ist China inzwischen der wichtigste Markt. 2009 war der Absatz dort höher als auf dem Heimatmarkt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden in China 457 300 Fahrzeuge verkauft.

Der Münchener Automobilhersteller BMW hat sich für 2010 in China nach Aussage seines Vorstandsvorsitzenden Norbert Reithofer den Verkauf von 120 000 Fahrzeugen zum Ziel gesetzt. «Wir erwarten 2010 in China ein deutliches Absatzwachstum», sagte der Manager am Rande der Branchenmesse in Peking.

BMW hatte zuvor immer die Verkaufsmarke von 100 000 Fahrzeugen in China als Ziel ausgegeben. Am Donnerstag hatte Vertriebsvorstand Ian Robertson aber bereits angedeutet, dass die Marke in diesem Jahr deutlich übertroffen werden könnte. Im vergangenen Jahr hatte BMW in China rund 90 000 Fahrzeuge verkauft. Damit war der chinesische Markt weltweit der viertgrößte für das Unternehmen. Im ersten Quartal setzte BMW dort rund 34 000 Fahrzeuge ab.

Der Sportwagenhersteller Porsche will im laufenden Jahr in China «weit mehr» als 10 000 Fahrzeuge verkaufen. In den nächsten Jahren werde der Absatz im zweistelligen Prozentbereich weiter steigen, teilte das demnächst zum Volkswagen-Konzern gehörende Unternehmen am Freitag mit. Die Zahl der Händlerbetriebe soll auf 35 von derzeit 27 erhöht werden.

(ddp)

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