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Berlin (ddp). Noch hat Deutschland in Sachen Elektromobilität nach
Ansicht von Experten einen beträchtlichen Rückstand im Vergleich zu
vielen asiatischen Ländern. Doch das soll sich nach dem Willen der
Bundesregierung rasch ändern. Auf einem Spitzentreffen mit rund 400
Politikern, Managern und Wissenschaftlern will sie am kommenden
Montag (3. Mai) in Berlin eine «Nationale Plattform Elektromobilität»
ins Leben rufen. In verschiedenen Gruppen soll dadurch künftig die
Arbeit in verschiedenen Bereichen, wie etwa Antriebstechnologie,
Batterietechnik oder Infrastruktur besser koordiniert werden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich viel vorgenommen. Der
«Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität» der Bundesregierung
will Deutschland zum «Leitmarkt für Elektromobilität» machen. Bis
2020 sollen auf deutschen Straßen rund eine Million strombetriebene
Autos unterwegs sein. Die Autoindustrie selbst sieht dieses Ziel
skeptisch.
Derzeit ist die Lage zum Stand der Dinge in Sachen
Elektromobilität unübersichtlich geworden. Rund 150 verschiedene
Projekte in acht verschiedenen Modellregionen gibt es bundesweit. Sie
reichen von Elektroautos, Elektrorollern bis hin zu stromgetriebenen
Bussen. Bis 2016 stellen Politik und Wirtschaft knapp zwei Milliarden
Euro zur Verfügung, um die Entwicklung voranzutreiben. Rund 500
Millionen Euro davon kommen aus dem «Konjunkturpaket II». Weitere 1,4
Milliarden Euro kommen je zur Hälfte vom Bund und der Wirtschaft aus
dem «Nationalen Innovationsprogramm für Wasserstoff und
Brennzstoffzellentechnologie».
Experten sehen Deutschland dennoch im Rückstand im Vergleich mit
Ländern, wie Japan, Korea und China. Die Expertenkommission Forschung
und Innovation (EFI) der Bundesregierung sieht Deutschland in der
Schlüsseltechnologie der Fahrzeugbatterien und im Bereich der
fahrzeugbezogenen Leistungselektronik schlecht aufgestellt. Nun seien
«große Anstrengungen» erforderlich, um den Anschluss an die technisch
führenden Nationen zu finden, hieß es im jüngsten Gutachten.
Auch wenn sich die deutschen Autohersteller derzeit mit
Ankündigungen überschlagen, wird die Serienproduktion von
Elektroautos noch dauern. Als Hauptprobleme gelten die hohen Kosten
und die geringe Reichweite. Der Verband der Automobilindustrie (VDA)
beziffert den Kostenunterschied zwischen einem Elektroauto und einem
vergleichbaren Wagen mit Verbrennungsmotor auf 8000 bis 15 000 Euro.
Opel plant 2011 das Modell Volt des US-Mutterkonzerns General
Motors (GM) als Ampera auf den europäischen Markt zu bringen.
Außerdem soll es einen Kleinstwagen geben, wie Opel-Chef Nick Reilly
in der aktuellen «Wirtschaftswoche» ankündigte. BMW und Daimler
testen derzeit Elektrovarianten der Modelle Mini und Smart. Bei Audi
heißt die elektrische Zukunft e-tron, ein kompakter Sportwagen.
Bei Volkswagen soll 2013 das Modell Up in Serie gehen. Auf der
Expo in Shanghai soll außerdem eine Elektrovariante des Golf
vorgestellt werden - der E-Lavida, der in China spätestens ab 2014
produziert und verkauft werden soll. Bis 2018 soll VW laut
Vorstandschef Martin Winterkorn in China sogar führend in Sachen
Elektromobilität sein. Das hat gute Gründe. Schließlich fördert das
Land den Kauf jedes strombetriebenen Wagens mit umgerechnet 6000
Euro. Auch viele andere Länder, wie Frankreich, Spanien, Italien und
USA fördern den Kauf von Elektroautos.
Die Diskussion über weiteres Geld dürfte auch in Deutschland noch
nicht vorbei sein, auch wenn Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer
(CSU) eine Elektroauto-Prämie ablehnt. Der VDA forderte im Vorfeld
des Elektro-Gipfels bereits verstärkte Anstrengungen der Politik. Die
Konkurrenz aus Asien fährt indes vorneweg. Mitsubishi will in Europa
bereits ab Herbst sein Elektroauto iMiev anbieten. Im kommenden
Frühjahr folgt Nissan mit dem Leaf.
(ddp)
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Atlantik ... Mit Ausnahme von VW haben die deutschen Autohersteller nach
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meldete Porsche. Der ... Der Automarkt ist ein Männermarkt. Doch «seit Februar dieses
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Group's 30,000 Internet-connected employees now have access to a new
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Premier Edition and ... Der Vorstandschef des Autoherstellers Daimler, Dieter Zetsche,
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