ruerup rente - Top Altersvorsorge für Selbstständige
Dienstag, 6. Mai 2008

Basisrente/Rürup Rente im Vergleich anderen Altersvorsorgen

Die Basis-Rente als Alternative zu anderen privaten Vorsorgeinstrumenten Die gesetzliche Rente steht in Deutschland bereits seit einigen Jahren im Zentrum kritischer Diskussionen. Die Alterung der Gesellschaft in Verbindung mit dem Einstieg geburtenschwacher Jahrgänge in den Arbeitsmarkt bringt faktisch einen Zustand mit sich, innerhalb dessen immer weniger Beschäftigte für die Bezüge von immer mehr Rentnern aufkommen müssen. Der Staat ruft seine Bürger nachdrücklich dazu auf, sich auf persönlicher Ebene für die zukünftige Altersversorgung zu engagieren und unterstützt entsprechende Modelle durch die Gewährung von Steuervorteilen und Zuschüssen. Neben dem hinlänglich bekannten Modell der Riester-Rente ist seit einigen Jahren auch die so genannte Rürup- oder auch Basis-Rente im Gespräch. Für wen ist diese Rentenform allerdings wirklich geeignet, wie funktioniert das Modell, welche steuerlichen Auswirkungen sind zu verzeichnen und welche Vor- und Nachteile bringt das private Rentenkonstrukt mit sich? Diese und andere Fragen werden im Folgenden ausführlich behandelt und beantwortet.


Wie die Basisrente funktioniert:


Vorrangig deckt die Rürup-Rente die Bedürfnisse von Selbständigen und Freiberuflern ab, die aufgrund der fehlenden Versicherungspflicht weder einen Zugang zu gesetzlichen Rentenanwartschaften haben, noch an der Riester-Rente partizipieren können. Es handelt sich um ein kapitalgedecktes System, bei dem die eingezahlten Beiträge des einzelnen Beschäftigten ausschließlich dazu verwendet werden, ein individuelles Kapital zur Zahlung einer späteren Leibrente zu bilden. Hierbei besteht kein Wahlrecht in Bezug auf die Auszahlungsform. Der Beitragszahler kann also nicht fordern, den angesparten Vertrag in einer Summe zurück zu erhalten. Stattdessen erfolgt die Auszahlung, frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres, in Form einer monatlichen Rente. Im Regelfall wird also ein bestimmter monatlicher Betrag über ein gewisse Anzahl von Jahren in ein geeignetes Vertragsmodell eingezahlt, in dessen Folge der Beitragszahler den Anspruch auf eine spätere Rentenzahlung erwirbt. Die eingezahlten Beträge werden, je nach gewählter Vertragsform, auf unterschiedliche Weise angelegt und erwirtschaften so innerhalb der Laufzeit bestimmte Renditen, die den späteren Rentenbeträgen zu Gute kommen.


Zugelassene Sparformen und Vertragsmodelle

Der Gesetzgeber unterstützt das Rürup-Modell durch die Gewährung bestimmter Steuervorteile, wenn der gewählte Rürup-Vertrag bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So ist festgelegt, dass angespartes Kapital ausschließlich zur Zahlung einer monatlichen Leibrente eingesetzt werden darf, wenn diese frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres beginnt. Darüber hinaus dürfen die erworbenen Ansprüche nicht beleihbar, verkaufbar, kapitalisierbar oder vererbbar sein. Grundsätzlich erfolgt der Ansparvorgang zu einem Rürup-Vertrag wahlweise in einer konventionellen oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung, oder in einer so genannten britischen Versicherung, wie sie von Unternehmen wie Clerical Medical oder Canada Life angeboten wird. Während die konventionelle Rentenversicherung die größte Planungssicherheit und infolge dessen keine Aussichten auf zusätzliche Renditen mit sich bringt, können fondsgebundene Versicherungen eingesetzt werden, um mit aussichtsreichen Anlageformen den Ansparbetrag durch erzielbare Renditen zu steigern. Die britischen Lebensversicherungen verfügen über das Recht, die Einlagebeträge in Aktien anzulegen und erwirtschaften vor diesem Hintergrund überdurchschnittlich hohe Renditen, die letztlich dem Beitragszahler in Form höherer Rentenzahlungen zu Gute kommen.


Rürup Rente und Steuer- so viel Steuern spart die Basisrente

Der Gesetzgeber räumt in Hinblick auf die eingezahlten Beiträge ein steuerliches Sonderausgabenabzugsrecht ein. Bei einem maximal anzurechnenden Betrag in Höhe von 20.000 Euro pro Jahr, beträgt der Anteil des Beitrages, der im Jahr 2008 steuerlich geltend gemacht werden kann, 66 Prozent. Dieser Satz steigt jährlich um zwei Prozentpunkte an, so dass im Jahr 2025 eine Abzugsfähigkeit in Höhe von 100 Prozent erreicht werden wird. Im gleichen Verhältnis steigt jedoch auch die Höhe des Anteils der späteren Rente an, der zu versteuern ist. Dieser liegt im Jahre 2008 bei 56 Prozent und steigt zunächst bis zum Jahr 2020 mit jährlich 2 Prozent allmählich an. Ab dem Jahr 2021 erfolgt der Anstieg dann in Schritten von lediglich einem Prozent, so dass die volle Steuerpflicht auf Rentenzahlungen aus Rürup-Verträgen erst im Jahr 2040 einsetzt. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass Rürup-Erträge nicht unter die neue Abgeltungssteuer fallen wird, die ab dem 01.01.2009 Kapitalerträge und private Veräußerungsgewinne mit einer pauschalen Quellensteuer in Höhe von 25 Prozent betreffen wird.

Die Rentenzahlungen werden fiskalisch stattdessen unter Anwendung des persönlichen Einkommensteuersatzes behandelt, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Steuersatz im Rentenalter meist wesentlich niedriger ist, als zur Zeit der Erwerbstätigkeit. Zur Beantwortung der Frage, inwieweit der Abschluss eines Rürup-Vertrages im Einzelfall vorteilhaft ist, muss grundsätzlich der Steuersatz des Beitragszahlers im Rentenalter betrachtet werden. Liegt dieser erwartungsgemäß oberhalb von 25 Prozent, so stellen Anlageformen, die der Abgeltungssteuer unterliegen wahrscheinlich die bessere Alternative dar. Liegt der künftige Steuersatz jedoch unterhalb dieses Wertes, so ist die Umgehung der Abgeltungssteuer, wie sie im Rahmen der Rürup-Rente realisiert wird, für den Sparer von Vorteil. In diese Berechnungen sollte jedoch in jedem Fall die Überlegung einbezogen werden, dass sich der zu versteuernde Anteil der künftigen Rentenzahlungen nur allmählich erhöht.


Vor- und Nachteile der Rürup-Rente

Der offensichtlichste Vorteil der Rürup-Rente liegt darin begründet, dass während der Ansparphase Steuervorteile über den Sonderausgabenabzug realisiert werden können. Mit aktuell bereits 66 Prozent der Aufwendungen, bis zu einer Obergrenze von 20.000 Euro können so zunächst effektiv Steuern gespart werden, wenngleich auch die Auszahlung der späteren Rente steuerpflichtig ist. Da der Prozentsatz des abzugsfähigen Anteils der Beiträge schneller steigt, als der Anteil der späteren Rentenzahlung, der von der Steuer betroffen ist, kann hier bis zum Jahr 2040 von einem Differenzeffekt profitiert werden. Darüber hinaus sind die einmal eingezahlten Beträge während der Ansparphase nicht nur sicher vor Pfändungen, sondern können auch im Falle von Arbeitslosengeld II Empfang nicht in die Vermögensberechnung einbezogen werden. Bestehen ab Rentenantritt jedoch Forderungen gegen den Rürup-Sparer, so können diese, bis zur pfändungsfreien Grenze, von den monatlichen Rentenzahlungen einbehalten werden.


Als Nachteil der Basis-Rente wird die Tatsache angesehen, dass der Beitragszahler kein Wahlrecht in Bezug auf die Auszahlungsmodalitäten hat. Ihm steht hier lediglich der Anspruch auf eine monatliche ausgezahlte Leibrente zur Verfügung. Die Rente ist darüber hinaus personenbezogen und zwar ausschließlich auf den Beitragszahler. Sie kann weder verschenkt, übertragen, verpfändet oder beliehen werden. Im Todesfall des Rürup-Sparers verfällt das bislang eingezahlte Kapital. Gleiches gilt, wenn der Tod erst nach Rentenbeginn eintritt. Einige Anbieter bieten allerdings inzwischen Rürup-Verträge an, die einen zusätzlichen Hinterbliebenen-Schutz beinhalten.


Insgesamt hängt die Frage, ob die Rürup-Rente ein rentables Instrument zur persönlichen Altersvorsorge ist, von einigen Faktoren ab, die im Einzelfall gründlich überprüft werden müssen. Hierzu zählen insbesondere der persönliche Steuersatz des Sparers, seine Möglichkeiten zur regelmäßigen Einzahlung der Beiträge und seine persönlichen Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf den eigenen Ruhestand. Grundsätzlich gilt, dass die angebotenen Vertragsformen gründlich miteinander verglichen werden sollten, da sie sich in Konditionen, Ertragsaussichten und der allgemeinen Vertragsgestaltung stark voneinander unterscheiden.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 8. Mai 2008 )
 

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