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Günstiger in die PKV? - Vorraussetzung ist: Jung, Ledig und Gesund zu sein Die Private Krankenversicherung bietet vielen Personengruppen die Möglichkeit, Geld zu sparen und von günstigen Beiträgen zu profitieren. In Grenzfällen, die Arbeitnehmer betreffen, die ein Einkommen nahe der Beitragsbemessungsgrenze von 42.000 Euro beziehen, lassen sich sogar einige hundert Euro im Monat sparen – bei einem gleichzeitig deutlich komfortableren Leistungskatalog. Für alle indes lohnt der Wechsel in die PKV nicht. Je älter, kranker oder kinderreicher ein Versicherter ist, desto höher fallen die Prämien aus. Niemand kommt daher umhin, sich persönliche Angebote mehrerer Versicherer einzuholen und diese miteinander zu vergleichen.
Die Gesundheitsreform stellt einige Patientengruppen – zumindest in rechtlicher Hinsicht – besser. Der neue Basistarif gibt PKV-Mitgliedern mehr Sicherheit. Dennoch sollte der Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung gut überlegt sein, weil trotz der Rückkehrmöglichkeiten eine langfristig wirksame Entscheidungen getroffen wird, die ein hohes Gut – die Gesundheit -betrifft.
Für wen die private Krankenversicherung günstig sein kann Das deutsche Gesundheitssystem ist in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Hohe Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, Zusatzbelastungen durch die umstrittene Praxisgebühr und Arzneimittelkosten und nicht zuletzt ein sukzessiv zusammengeschmolzener Leistungskatalog machen die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung zu einem wenig attraktiven Unterfangen. Insbesondere gut verdienende Angestellte fühlen sich angesichts eines miserablen Preis-Leistungs-Verhältnisses übervorteilt. Lesen sie nachfolgend für wen eine private KRankenversicherung wirklich die günstigere Alternative sein kann. weitere interessante Artikel zum Thema PKV finden Sie hier: - Wann man zurück in die gesetzliche Wechseln kann - Die Gesundheitsreform wirkt: Was sich in der PKV ändert - Tarifgestaltung in der PKV - Wechsel des Versichers in der privaten Krankenversicherung
In der Tat führt die streng in Proportion zum Einkommen erhobene Prämie zu teils absurden Beiträgen. Wer ein Jahreseinkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze erzielt, zahlt ohne weiteres bis zu 325 Euro im Monat für seine Gesundheitsversorgung – ebenso der Arbeitgeber. Dazu kommen die bereits angesprochenen Zusatzbelastungen, die unter der rot-grünen Bundesregierung im Rahmen der „Agenda 2010“ eingeführt worden sind: Summa Summarum werden 350 Euro im Monat für die Zwangsmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt.
Viele Verbraucher liebäugeln daher mit einem Wechsel in die Private Krankenversicherung. Hier werden die Beiträge nicht in linearer Abhängigkeit vom Einkommen bemessen, sondern richten sich nach verschiedenen personenbezogenen Merkmalen. Insbesondere Alter, Geschlecht und eine eventuelle medizinische Vorgeschichte zählen dazu. Der Wechsel in die PKV und damit der Austritt aus der staatlichen Versorgungsgemeinschaft steht freilich nicht jedermann einfach so offen. Der Gesetzgeber erlaubt einen Austritt aus der GKV nur jenen Angestellten, die ein Bruttojahreseinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze erzielen. Diese wird laufend angepasst (nach oben) und beläuft sich im Jahr 2008 auf 48.150 Euro. Im Jahr 2002 betrug sie noch 40.500 Euro. Nur wer sich über ein Einkommen auf entsprechendem Niveau freuen kann, darf in die PKV wechseln.
Dort kann unter Umständen viel Geld gespart werden. Ein gesunder dreißigjähriger Mann kann sich für 130 Euro im Monat versichern – bezogen auf den Eigenanteil, denn der Arbeitgeber ist auch im Falle einer Mitgliedschaft in der PKV verpflichtet, sich an der paritätischen Finanzierung zu beteiligen. Der Wechsel ist jedoch nicht für alle Arbeitnehmer grundsätzlich vorteilhaft, auch wenn ein ausreichend hohes Einkommen vorliegt.
Die PKV bietet jungen und gesunden Mitgliedern erstklassige Konditionen. Wer jedoch schon in die Jahre gekommen ist, der zahlt oft horrende Prämien, da den Assekuranzen das statistische Risiko und damit die anzusetzenden Kosten zu hoch erscheinen. Zwar werden von den Prämien zehn Prozent automatisch einem Fonds zur Kapitaldeckung zugeführt, der den Beitragsanstieg dämpfen soll. Wer jedoch erst spät in die Private Krankenversicherung eintritt, profitiert von diesem Effekt nur in sehr geringem Umfang, da mit einer kurzen Beitragsdauer auch eine entsprechend geringe Kapitalakkumulation einhergeht. Die Beiträge können so im Alter auf ein bedrohlich hohes Niveau ansteigen. Insbesondere der Umstand, dass der Arbeitgeber nur zur Zahlung eines Anteils bis zu einer Höchstgrenze, die der der GKV entspricht, verpflichtet ist, verschärft diesen Umstand.
Nicht nur das Alter, sondern auch sonstige persönliche Lebensumstände wirken sich auf die Prämien aus, die für eine Mitgliedschaft in der Privaten Krankenversicherung zu entrichten sind, wobei vor allem die Anzahl der Kinder von großer Bedeutung ist. Während der Nachwuchs in der gesetzlichen Versicherung kostenlos mitversichert ist, müssen in der PKV für jedes einzelne Kind separat Beiträge entrichtet werden. Der Sparvorteil, der für die eigenen Prämien realisiert wird, reduziert sich so folglich. Um eine eindeutige Aussage treffen zu können, ob sich der Wechsel auch für Eltern lohnt, muss in jedem Fall ein individuelles Angebot für alle zu versichernden Personen angefordert werden. Der finanzielle Aspekt ist nur einer der Gründe, die eine wachsende Zahl von Bürgern in die private Krankenversicherung treiben.
Der Leistungskatalog der privaten Versicherungen ist deutlich größer als der im gesetzlichen Pendant. Zum einen entfallen für Privatpatienten die lästigen Sonderbelastungen, wie Praxisgebühr und Zuzahlungen zu vom Arzt verschriebenen Medikamenten. Zum anderen werden auch deutlich mehr Leistungen übernommen. So zahlt die PKV auch die Kosten für alternative Behandlungsmethoden, auf denen gesetzlich versicherte Patienten meist sitzenbleiben. Letztlich ist es auch kein Geheimnis, dass Privatpatienten in Arztpraxen die liebsten Kunden sind und auch dementsprechend behandelt werden. Eine Studie der Universität Köln bracht jüngst ans Tageslicht, was Millionen Bürger schon lange vermutetet hatten: Mitglieder der PKV bekommen bei einem Facharzt deutlich schneller einen Termin als GKV-Patienten. Der Zahnersatz ist ein weiteres Thema, dass viele Angestellte ärgert. Die Bundesregierung hat gerade im zahnmedizinischen Bereich den gesetzlichen Leistungskatalog radikal zusammengestrichen. Wer auf dem Gebiet versorgt sein möchte, der muss teure Zusatzversicherungen abschließen.
Fazit: Der Wechsel in die Private Krankenversicherung ist attraktiv für viele. Je jünger, gesünder und kinderloser ein Versicherter ist, desto günstiger fallen die Prämien aus. Mit vielen Kindern, gravierenden Vorerkrankungen und in einem fortgeschrittenen Lebensalter schmelzen die Vorteile dahin. Wer die Voraussetzungen für einen Austritt aus der gesetzlichen Versorgung erfüllt und an einer Mitgliedschaft in der PKV interessiert ist, der sollte sich ein persönliches Angebot unterbreiten lassen und mit spitzem Bleistift rechnen.
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