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Essen (ots) - Die IG Metall hat eine "Task Force" gegründet, um
angeschlagene Unternehmen zu retten. "Wir bieten eine Anlaufstelle
an, damit die Betriebe in der Krise schnell reagieren können", sagte
der Vize-Chef der Gewerkschaft, Detlef Wetzel, der Essener WAZ-Gruppe
(Freitagausgabe). Die "Task Force" mit mehr als 100 Experten könne
ab sofort bundesweit eingreifen. "Da geht es nicht nur um akutes
Krisenmanagement, sondern um nachhaltige und Beschäftigung sichernde
Konzepte", erläuterte Wetzel.
Der IG Metall-Vize forderte ein neues Insolvenzrecht, das
Mitarbeitern mehr Schutz bietet. "Wir brauchen ein neues
Insolvenzrecht, das die Beschäftigten und Unternehmen besser als
bisher schützt", sagte Wetzel der WAZ-Gruppe. "Ein Insolvenzverwalter
ist zuerst den Gläubigern verpflichtet. Im Regelfall erreicht er sein
Ziel am leichtesten durch Zerschlagung und Verwertung." Dies gehe
vielfach zu Lasten der Beschäftigten.
Wetzel plädierte auch für direkte Staatsbeteiligungen, um Betriebe
zu retten. "Im Einzelfall kann ich mir eine direkte staatliche
Beteiligung vorstellen, um ein Unternehmen wieder in ruhige
Fahrwasser zu bringen. Eine Staatsbeteiligung ist kein böses
Hexenwerk."
Scharf kritisierte Wetzel das Krisenmanagement von
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im Fall
Opel. "Ordnungspolitik ist keine Monstranz, die man vor sich
herträgt. Das Insolvenz-Gerede von Minister Guttenberg im Fall Opel
ist töricht", sagte der IG Metall-Vize.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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