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Berlin (ddp). Kurz vor Beginn ihres Parteitags in Köln hat die FDP
für ihre Steuersenkungspläne geworben. «Für uns ist ein faires
Steuersystem das allerbeste Beschäftigungsprogramm», sagte FDP-Chef
Guido Westerwelle. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) rechnete
im Bundestag vor, dass eine Steuerreform mit einem Fünf-Stufen-Tarif
und einer geplanten Entlastung zwischen 16 und 17 Milliarden Euro 130
000 neue Jobs schaffen könne. Einer aktuellen Umfrage zufolge sinkt
die Zustimmung zu dem Vorhaben selbst unter FDP-Anhängern.
FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger geht dennoch von einer breiten
Unterstützung auf dem Parteitag für die Pläne aus.
Westerwelle sprach sich für ein faires Steuersystem aus, damit
diejenigen, «die den Karren ziehen in Deutschland nicht immer mehr
Lasten aufgebürdet bekommen». Auch könnten durch Investitionen und
Kaufkraft neue Arbeitsplätze entstehen. Deshalb seien schon zu Beginn
des Jahres sowohl Familien als auch der Mittelstand entlastet worden.
Es gehe darum, mehr Steuergerechtigkeit zu erreichen, bekräftigte
auch der finanzpolitische Sprecher der FDP, Hermann Otto Solms. Die
kleineren und mittleren Einkommensbezieher würden vom aktuellen
Steuertarif bestraft, weil ihre Belastung am stärksten zunehme.
«Diese Ungerechtigkeit müssen wir dringend beseitigen, sie lähmt den
Arbeitsprozess, schwächt die Arbeitsbereitschaft und drängt die Leute
in die Schwarzarbeit», sagte Solms.
Viele Bürger äußern jedoch deutliche Zweifel an den Plänen. Nur
noch 33 Prozent halten laut jüngstem ZDF-Politbarometer
Steuerentlastungen trotz der hohen Verschuldung für richtig, im März
waren es noch 37 Prozent der Befragten. 61 Prozent lehnen das
Vorhaben ab. Selbst unter den FDP-Anhängern mehren sich
offensichtlich die Zweifel. Sprachen sich im März noch 60 Prozent für
Steuererleichterungen aus, sind es jetzt 52 Prozent.
Fraktionschefin Homburger zeigte sich jedoch überzeugt, dass die
FDP das Konzept auf dem Parteitag mit großer Mehrheit mittragen
werde. Sie verwies darauf, dass die Delegierten bereits wenige Wochen
nach der Bundestagswahl «auf einem Parteitag mit großer Einigkeit den
Koalitionsvertrag beschlossen und damit auch den geplanten
Entlastungen im Umfang von 24 Milliarden Euro zugestimmt» hätten.
Aus der Union kommt jedoch Widerstand gegen die FDP-Pläne.
«Solange der eigene Haushalt nur mit der Aufnahme neuer Schulden
finanziert werden kann, können wir die Steuern nicht senken«, sagte
Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer (CDU). »Eine
Steuersenkung auf Pump, also um den Preis höherer Schulden, macht
keinen Sinn», fügte er hinzu. Saarlands Regierungschef Peter Müller
(CDU) sprach sich insbesondere gegen die FDP-Vorschläge zur
Gegenfinanzierung der Steuersenkungen aus, darunter die Vorverlegung
des Ausstiegs aus der Steinkohlesubvention.
Auch im Bundestag wurden Zweifel an den Steuersenkungsplänen der
FDP laut. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier kritisierte, dass
die Regierung trotz des Rekordschuldenstands an den geplanten
Steuersenkungen festhalte. Grünen-Fraktions-Vize Fritz Kuhn warf
Brüderle mangelnde Seriosität vor. Es sei eben kein Geld da für
Steuersenkungen, sagte Kuhn mit Blick auf die Schuldenbremse.
(ddp)
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aber offen. «Die konkreten ... Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Günther
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Resonanz. Nur noch 33 Prozent halten laut jüngstem
ZDF-Politbarometer solche Steuerentlastungen trotz der hohen
Verschuldung für richtig, im März waren es 37 ... Die Unions-Fraktion hat dem Steuerentlastungspaket der
schwarz-gelben Koalition zugestimmt. Dies teilte
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag am Rande der
Fraktionssitzung von CDU und CSU in Berlin mit. Schäuble zeigte ... Im unionsinternen Streit über die von Kanzlerin Angela Merkel
(CDU) geplanten Steuersenkungen hat der neue CDU-Generalsekretär
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Schranken gewiesen. Gröhe warnte ...
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