Christoph Dahl zum Chef der Baden-Württemberg Stiftung gewählt
Mittwoch, 28. April 2010
Christoph Dahl zum Chef der Baden-Württemberg Stiftung gewählt

Stuttgart (ddp-bwb). Der ehemalige Sprecher von Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU), Christoph Dahl, übernimmt ab Mai die Geschäftsführung der Baden-Württemberg Stiftung. Der Aufsichtsrat wählte am Mittwoch in Stuttgart Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) zum Vorsitzenden und stimmte der Bestellung von Dahl zu, wie Mappus im Anschluss an die Sitzung sagte. Der 56-jährige Dahl löst den bisherigen Geschäftsführer Herbert Moser ab, der aus privaten Gründen sein Amt abgeben wollte. Dahl kündigte an, insbesondere die Kommunikation der Stiftung weiter zu verstärken, um deren Tätigkeit bekannter zu machen.

Der Aufsichtsrat der Stiftung beschloss zudem neue Projekte im Volumen von 11,8 Millionen Euro. Unter anderem soll ein Forschungsprogramm Glykobiologie als Teil der Lebenswissenschaften aufgelegt werden. Dies sei ein junges Forschungsfeld, bei dem es um die Entschlüsselung von Zuckermolekülen in der Zellforschung gehe und das in anderen Ländern Deutschlands noch wenig gefördert werde, erläuterte Moser. Im sozialen Bereich sollen unter anderem Projekte zur Prävention alkoholbedingter Jugendgewalt ausgeschrieben werden.

Die im März in «Baden-Württemberg Stiftung» umbenannte Landesstiftung feiert in diesem Jahr ihr zehntes Jubiläum. Nach Angaben des Aufsichtsrats hat sie seit ihrer Gründung über 400 Programme mit einem Volumen von mehr als 600 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Mittel aus der Stiftung können ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Gefördert werden Projekte etwa aus Forschung, Bildung und Kultur, soweit sie geeignet sind, die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern. Pflichtaufgaben des Landes wie der Bau von Straßen dürfen mit dem Geld nicht finanziert werden. Alleingesellschafter ist das Land Baden-Württemberg.

Nach Angaben des für das Stiftungsvermögen zuständigen Geschäftsführers Walter Leibold hat die Stiftung die Wirtschaftskrise «gut überstanden». Es habe keine Vermögensverluste und keine Abschreibungen gegeben. Die Wertentwicklung der Investmentfonds habe Ende März bei vier Prozent in fünf Monaten gelegen.

(bwstiftung.de)

(ddp)

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