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Stuttgart (ddp-bwb). Der ehemalige Sprecher von
Ex-Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU), Christoph Dahl,
übernimmt ab Mai die Geschäftsführung der Baden-Württemberg Stiftung.
Der Aufsichtsrat wählte am Mittwoch in Stuttgart Ministerpräsident
Stefan Mappus (CDU) zum Vorsitzenden und stimmte der Bestellung von
Dahl zu, wie Mappus im Anschluss an die Sitzung sagte. Der 56-jährige
Dahl löst den bisherigen Geschäftsführer Herbert Moser ab, der aus
privaten Gründen sein Amt abgeben wollte. Dahl kündigte an,
insbesondere die Kommunikation der Stiftung weiter zu verstärken, um
deren Tätigkeit bekannter zu machen.
Der Aufsichtsrat der Stiftung beschloss zudem neue Projekte im
Volumen von 11,8 Millionen Euro. Unter anderem soll ein
Forschungsprogramm Glykobiologie als Teil der Lebenswissenschaften
aufgelegt werden. Dies sei ein junges Forschungsfeld, bei dem es um
die Entschlüsselung von Zuckermolekülen in der Zellforschung gehe und
das in anderen Ländern Deutschlands noch wenig gefördert werde,
erläuterte Moser. Im sozialen Bereich sollen unter anderem Projekte
zur Prävention alkoholbedingter Jugendgewalt ausgeschrieben werden.
Die im März in «Baden-Württemberg Stiftung» umbenannte
Landesstiftung feiert in diesem Jahr ihr zehntes Jubiläum. Nach
Angaben des Aufsichtsrats hat sie seit ihrer Gründung über 400
Programme mit einem Volumen von mehr als 600 Millionen Euro auf den
Weg gebracht. Die Mittel aus der Stiftung können ausschließlich für
gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Gefördert werden Projekte etwa
aus Forschung, Bildung und Kultur, soweit sie geeignet sind, die
Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern. Pflichtaufgaben des Landes
wie der Bau von Straßen dürfen mit dem Geld nicht finanziert werden.
Alleingesellschafter ist das Land Baden-Württemberg.
Nach Angaben des für das Stiftungsvermögen zuständigen
Geschäftsführers Walter Leibold hat die Stiftung die Wirtschaftskrise
«gut überstanden». Es habe keine Vermögensverluste und keine
Abschreibungen gegeben. Die Wertentwicklung der Investmentfonds habe
Ende März bei vier Prozent in fünf Monaten gelegen.
(bwstiftung.de)
(ddp)
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