Spreng bezeichnet Seehofer als Belastung für Partei und Koalition
Mittwoch, 28. April 2010
Spreng bezeichnet Seehofer als Belastung für Partei und Koalition

Berlin/München (ddp-bay). Der Politikberater Michael Spreng sieht in dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) eine Belastung für die Berliner Koalition und die CSU. Spreng sagte dem Magazin «Cicero» (Maiausgabe): «Seehofer lässt sich nur schwer beraten. Seine Politik ist unergründlich.»

Der einstige Wahlkampfmanager des früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs Edmund Stoiber kritisierte: «Der doppelte Seehofer verwirrt seine Gegner und entsetzt seine Freunde: Erst trägt er Kompromisse mit, wie sie im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vereinbart werden, um ihnen anschließend öffentlich zu widersprechen.»

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt entgegnete am Mittwoch: «Für Herrn Spreng ist kein Unsinn zu abstrus, um die Öffentlichkeit an seine Existenz zu erinnern.» Professionelle Politikberatung zeichne sich durch Seriosität aus. Dobrindt fügte hinzu: «Herr Spreng ist ein Beispiel für das Gegenteil.»

Spreng bezeichnete Seehofer ferner als «Übergangsparteichef und Übergangsministerpräsidenten». Als potenzielle Nachfolger brachte er den amtierenden Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sowie Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (beide CSU) ins Spiel.

(ddp)

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