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Berlin (ddp). Die SPD hat ihre Zustimmung zu milliardenschweren
Griechenland-Hilfen an Vorbedingungen geknüpft. Dazu gehöre untern
anderem die Beteiligung der Banken an einem absehbaren
Schuldenerlass, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag
in Berlin. Zudem müsse Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) endlich
klare Zahlen auf den Tisch legen und einen Aktionsplan zur
Regulierung der Finanzmärkte erarbeiten. Dazu gehöre auch, sich auf
die Einführung einer Börsenumsatzsteuer endlich verbindlich
festzulegen.
Griechenland hatte Ende vergangener Woche um internationale Hilfen
gebeten, die sich auf 45 Milliarden Euro belaufen sollen. Während der
Internationale Währungsfonds 15 Milliarden Euro bereitstellen will,
sollen 30 Milliarden Euro von den Ländern der Euro-Zone kommen. Für
Deutschland würde dies 8,4 Milliarden Euro bedeuten. Die Finanzhilfen
würden maßgeblich auch den Banken zugute kommen, die griechischen
Staatsanleihen besitzen, in Deutschland wären dies die HRE, die
Commerzbank und die Deutsche Bank.
Nahles warf der Bundesregierung ein Versteckspiel vor der
Landtagswahl am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen vor. Gerade Merkel
scheue sich, vor diesem Datum die Kosten für Deutschland genau zu
beziffern. Damit sei sie indirekt mitverantwortlich für eine
Verschärfung der griechischen Krise, da jeder Tag Verzögerung für
Athen die Kosten auf dem Kapitalmarkt nach oben treibe. Das müsse
später auch der deutsche Steuerzahler mit ausbaden.
(ddp)
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