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Berlin (ddp). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat
Forderungen aus der CSU nach einem Ausstieg Griechenlands aus der
Euro-Zone zurückgewiesen. «Solche Forderungen helfen uns als
Bundesregierung nicht weiter», sagte Schäuble der Zeitung «Bild am
Sonntag». «Wir müssen im Rahmen der geltenden Verträge handeln»,
stellte er klar.
Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter
Friedrich, hatte Griechenland zuvor nahegelegt, einen Ausstieg aus
der Europäischen Währungsunion zu prüfen. Dieser Schritt dürfe «nicht
zum Tabu erklärt werden», sagte er dem Nachrichtenmagazin «Der
Spiegel» laut Vorabbericht.
Schäuble rechtfertigte die möglichen Finanzhilfen für Griechenland
mit der Wahrnehmung elementarer deutscher Interessen: «Wir
verteidigen die Stabilität des Euro, denn Deutschland profitiert
davon mindestens so stark wie alle anderen. Die Hilfe für
Griechenland ist also keine Verschwendung von Steuergeldern, sondern
die Wahrnehmung elementarer deutscher Interessen», sagte der
Finanzminister.
Das hochverschuldete Griechenland hatte am Freitag die EU und den
Internationalen Währungsfonds (IWF) gebeten, die bereits vereinbarten
Hilfen zu aktivieren. Innerhalb eines Jahres soll sich Griechenland
bei der EU bis zu 30 Milliarden Euro leihen können, wovon 8,4
Milliarden Euro auf Deutschland entfielen. Hinzu kämen IWF-Hilfen von
bis zu 15 Milliarden Euro.
(ddp)
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