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Saabrücken (ddp-rps). Die Saar-FDP hält an einem
sozialverträglichen Ausstieg aus dem deutschen Steinkohlebergbau
fest. Die Bundes-FDP hatte am Wochenende auf ihrem Parteitag
beschlossen, zur Finanzierung ihrer Steuersenkungspläne unter anderem
die Kohlesubventionen auf den Prüfstand zu stellen. Trotz dieses
Beschlusses sei auch für die Bundespartei klar, dass die
Sozialverträglichkeit beim Kohleausstieg gewährleistet bleiben müsse,
sagte Fraktionschef Horst Hinschberger am Montag in Saarbrücken. Dies
hätten Gespräche «im Hintergrund» des Parteitags ergeben. Vor diesem
Hintergrund hätten auch die Saar-Liberalen den Beschluss der
Bundespartei mittragen können.
Die FDP gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren mit steigenden
Preisen für Kohle auf dem Weltmarkt zu rechnen sei, sagte
Hinschberger. Dadurch würden die Subventionen für heimische Kohle,
die die Differenz zwischen den hohen Förderkosten in Deutschland und
den Weltmarktpreisen ausgleichen, «nicht in der vorgesehenen Höhe
erforderlich». Wenn es somit Spielräume gäbe, könne dieses Geld zur
Gegenfinanzierung von Steuersenkungen eingesetzt werden.
Im Saarland soll Mitte 2012 die letzte Steinkohle gefördert
werden. Um das Auslaufen des Saar-Bergbaus sozialverträglich, also
ohne betriebsbedingte Kündigungen, zu gestalten, müssen rund 1700
Bergleute nach Ibbenbühren versetzt werden. Nach dem letzten
Kohlekompromiss zwischen dem Bund, den Revierländern Saarland und
Nordrhein-Westfalen, dem Bergbauunternehmen RAG und der
Bergbaugewerkschaft soll der subventionierte Steinkohleberbau in
Deutschland im Jahr 2018 beendet werden.
(ddp)
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