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Passau (ddp). Vor dem Hintergrund der Debatte um
Steuerentlastungen wirft CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla der SPD
einen Verlust an Glaubwürdigkeit vor. «Die Ergebnisse der Europawahl
zeigen, dass die SPD ihren Charakter als Volkspartei verloren hat. Da
stimmt nichts mehr zusammen», sagte der Politiker der «Passauer Neuen
Presse» (Mittwochausgabe). Einerseits plane die SPD mitten in der
schwersten Wirtschaftskrise Steuererhöhungen. «Finanzminister Peer
Steinbrück dagegen, immerhin Vizechef der SPD, sagt, dass sich
Steuererhöhungen verbieten», gab Pofalla zu bedenken.
Ebenfalls wehrte er sich gegen Kritik der SPD, dass das
Steuerprogramm der Union nicht finanzierbar sei. «Insgesamt führt die
SPD eine schräge Debatte und lügt sich in die eigene Tasche.» Wenn
man die Wahlversprechen des SPD-Programms addiere, komme man auf eine
Summe von fast 20 Milliarden Euro. Die Steuersenkungen, die die Union
vorhabe, hätten jedoch ein Volumen von 15 Milliarden Euro.
Zugleich kritisierte Pofalla das Konzept der FDP im Hinblick auf
Steuersenkungen als nicht machbar. Von der Grundtendenz her, den
Bürgern Freiräume zu geben, liege man nah beieinander. «Aber eine
steuerliche Entlastung im Umfang von 35 Milliarden Euro ist in der
nächsten Legislaturperiode nicht realistisch», sagte er.
Der CDU-Politiker hielt sich zu einem Datum für die
Steuerentlastungen der Union weiterhin bedeckt: Sie könnten «nicht
schon heute bei jedem Thema auf den Tag genau festschreiben, wann
welcher Punkt im Gesetzesblatt stehen wird». Das Regierungsprogramm
gelte für die gesamte nächste Legislaturperiode.
(ddp)
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