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Montag, 26. April 2010 |
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München (ddp-bay). CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt weist
den Vorstoß der künftigen niedersächsischen Sozialministerin Aygül
Özkan (CDU) für ein Kruzifix-Verbot an Schulen als «abstruse Idee»
zurück. «Solche Verunsicherungen unserer Stammwähler sind wirklich
überflüssig», sagte Dobrindt am Montag in München und betonte: «Bei
uns bleiben die Kruzifixe in den Klassen und die Gipfelkreuze auf den
Bergen.»
Der CSU-Politiker kritisierte, Niedersachsens Ministerpräsident
Christian Wulff (CDU) hätte mit Özkan vor ihrer Berufung «besser ein
Gespräch über christdemokratische Politik» geführt. «Dann wäre manche
Irritation unter den Unionsanhängern über die neue Ministerin
vielleicht unterblieben», betonte Dobrindt.
Die erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland hatte sich am
Wochenende unter anderem für ein Verbot von Kruzifixen an deutschen
Schulen ausgesprochen. Zudem forderte sie «ergebnisoffene
Verhandlungen» für einen EU-Beitritt der Türkei. Am Dienstag soll sie
im Landtag in Hannover zusammen mit drei weiteren neuen Ministern
vereidigt werden. Wegen diverser Morddrohungen von Rechtsradikalen
steht sie seit einigen Tagen unter Polizeischutz.
(ddp)
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