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Nußbaum: FDP-Steuermodell kostet Berlin jährlich 460 Millionen Euro |
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Sonntag, 25. April 2010 |
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Berlin (ddp). Das bereits abgespeckte Steuerkonzept der Liberalen
würde die finanziell chronisch klamme Bundeshauptstadt immer noch
jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Berlin müsse
damit rechnen, nach diesem Modell jährlich rund 460 Millionen Euro
pro Jahr weniger einzunehmen, sagte Finanzsenator Ulrich Nußbaum
(parteilos) am Sonntag der Nachrichtenagentur ddp. Das könne nicht
Sinn einer «vernünftigen Steuerreform» sein.
Die FDP hat am Sonntag auf ihrem Bundesparteitag in Köln dem
abgespeckten Steuerkonzept der Parteispitze zugestimmt. Die mehr als
600 Delegierten billigten den Kompromissvorschlag an die Union, der
Entlastungen in Höhe von 16 Milliarden Euro vorsieht - deutlich
weniger als im Wahlkampf ursprünglich von der FDP gefordert. Statt in
drei Stufen soll der Steuertarif künftig in fünf Stufen verlaufen.
Umgesetzt werden soll das Ganze spätestens 2012.
Nußbaum bezeichnete die Steuerstufen der Liberalen als eine
«Stolperfalle für die öffentlichen Haushalte». Auch hält er nach
eigenen Worten das FDP-Modell «weder für besonders revolutionär noch
für besonders clever». Die Gegenfinanzierungsvorschläge etwa seien
«unsozial, dilettantisch und absurd».
Der Einschätzung des Finanzsenators zufolge wird das Modell nicht
dazu beitragen, dass der Steuerzahler «mehr in der Tasche hat».
Schließlich müssten die Bürger die Entlastungen am Ende wieder selbst
ausgleichen. «Das ist einfach nur das Prinzip linke Tasche, rechte
Tasche.»
(ddp)
Neuigkeiten und weitere Nachrichten zu Wirtschaft und Finanzen: Die hessische SPD ist nach Ansicht ihres Vorsitzenden Thorsten
Schäfer-Gümbel «wieder da». Der Parteichef kündigte bei der Klausur
des Landesverbands in Friedewald (Kreis Hersfeld-Rotenberg) an,
programmatisch wieder mehr Akzente setzen ... Union und FDP liegen einer aktuellen Umfrage zufolge in der
Wählergunst derzeit knapp unterhalb der 50-Prozent-Marke. Die Union
kommt nach Angaben des Instituts für Demoskopie Allensbach momentan
auf 34,8 Prozent ... Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat das Wahlprogramm der SPD
kritisiert. «Die Steuerpläne der Sozialdemokraten verfehlen das
wichtige Ziel, die Leistungsträger in unseren Betrieben zu
entlasten. Die SPD sollte vielmehr ihren Plan ... In der Affäre um den Kauf der maroden Bank Hypo Group Alpe Adria
(HGAA) durch die BayernLB wirft Bayerns SPD-Landtagsfraktionschef
Markus Rinderspacher der CSU mangelnden Aufklärungswillen vor.
... Mit einer Sommerreise durch Deutschland will Frank-Walter
Steinmeier ab Dienstag den Bundestagswahlkampf der SPD in Schwung
bringen. Auf rund 60 Veranstaltungen in 14 Bundesländern wirbt der
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gegenseitig vor, die große Koalition zu lähmen. CDU-Generalsekretär
Ronald Pofalla sagte, die SPD kämpfe um das eigene Überleben und ...
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