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Dienstag, 27. April 2010 |
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Düsseldorf (ddp). Die nordrhein-westfälische Linkspartei hat ihre
ersten zehn Anträge für den Fall eines Einzugs in den Landtag
vorgestellt. Die Vorschläge seien «gewissenhaft, seriös und
gegenfinanziert», sagte Linke-Landeschef Wolfgang Zimmermann am
Dienstag in Düsseldorf. Eine Regierungsbeteiligung nach der
Landtagswahl am 9. Mai befürwortete Zimmermann. SPD und Grüne müssten
sich aber auf die Linke zubewegen. «Wir wollen nicht um jeden Preis
regieren.»
Die Linke will per Bundesratsinitiative ein sogenanntes
Zukunftsinvestitionsprogramm mit höheren Steuern für Reiche auf den
Weg bringen. Dadurch sollen 300 000 neue Jobs geschaffen werden.
Ein-Euro-Jobs sollen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze
umgewandelt werden. Zudem strebt die NRW-Linkspartei die sofortige
Abschaffung der Kopfnoten an den Schulen und der Studiengebühren an
den Universitäten an. Weitere Forderungen sind unter anderem die
Entschuldung der Kommunen und ein landesweites Sozialticket.
Die Kosten von 270 Millionen Euro für den Wegfall der
Studiengebühren sowie die 200 Millionen Euro für ein Sozialticket
sollen durch 500 zusätzliche Steuerprüfer wieder hereingeholt werden.
Keine andere Partei habe im Wahlkampf derart detaillierte
Gegenfinanzierungsvorschläge vorgelegt, sagte der bisher einzige
Linke-Landtagsabgeordnete und Ex-Grüne Rüdiger Sagel.
Die NRW-Linke gilt als besonders radikaler und sozialistischer
Landesverband der Linkspartei. Der Landesverband hat derzeit rund
8700 Mitglieder. Den meisten Umfragen zufolge liegt die NRW-Linke
stabil bei 5 bis 7 Prozent. In einer Erhebung von Omniquest aber
würde die Linkspartei die Fünf-Prozent-Hürde unterschreiten.
(ddp)
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