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Hagen/Düsseldorf (ddp-nrw). NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) hat die Forderung der künftigen niedersächsischen
Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) nach einem Kruzifixverbot in
Schulen abgelehnt. «Ich sage ganz klar: In den Schulen
Nordrhein-Westfalens bleiben die Kreuze hängen», sagte Laschet der in
Hagen erscheinenden «Westfalenpost» (Dienstagausgabe) laut
Vorabbericht.
«Christliche Symbole sind als Teil unserer Identität und Kultur
ausdrücklich erlaubt und gehören in die Schulen», sagte Laschet. Zwar
begrüßt es der Minister, dass die CDU mit Aygül Özkan als erste
Partei Deutschlands eine Muslima zur Ministerin macht. «Was die
religiöse Neutralität angeht, habe ich in dieser einen Frage aber
eine grundsätzlich andere Auffassung als Frau Özkan.»
Auch NRW-CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid ging auf Distanz
zu Özkan. Mit der CDU werde es «keine Entfernung von Kreuzen aus
Klassenräumen geben», sagte Krautscheid. «Unsere Gesellschaft und
unsere gesamte Werteordnung wurzelt tief in der christlich-jüdischen
Tradition und in der Aufklärung», sagte er zur Begründung.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sieht die
von seiner designierten Integrationsministerin Özkan entfachte
Debatte um Kruzifixe in Schulen als beendet an. Nach einer «breiten
Debatte in der CDU-Landtagsfraktion» habe Özkan akzeptiert, dass
Kruzifixe an niedersächsischen Schulen «willkommen und gewünscht»
sind, sagte Wulff in Oldenburg. Er fügte hinzu: «Sie trägt diese
Linie mit und damit ist das Thema für uns erledigt.»
Özkan, die am Dienstag als erste türkischstämmige Frau als
Ministerin in das niedersächsische Landeskabinett aufgenommen wird,
hatte zuvor in einem Interview gesagt, dass Kruzifixe nicht in
staatliche Schulräume gehörten. Damit hatte sie bei zahlreichen
Vertretern von CDU und CSU für Entrüstung gesorgt.
In NRW wird am 9. Mai ein neuer Landtag gewählt. Auch die NRW-SPD
hat mit der Deutsch-Türkin Zülfiye Kaykin eine Muslimin als
Integrationsexpertin im Wahlkampfteam benannt.
(ddp)
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