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Hannover (ddp-nrd). Der niedersächsische Landtag hat am Mittwoch
die Immunität der Abgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch (SPD)
aufgehoben. Gegen die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende war eine
Strafanzeige wegen Verleumdung im Zusammenhang mit Äußerungen zum
Asse-Untersuchungsausschuss gestellt worden. Am Mittwoch stimmten
CDU, FDP und die Grünen für die Aufhebung ihrer Immunität. Heftige
Kritik an diesem Vorgang äußerte der SPD-Fraktionsvorsitzende
Wolfgang Jüttner, der sich auf das «genuine Recht zur
Meinungsfreiheit» eines Abgeordneten berief.
Der Geschäftsführer der Energiewerke Nord, Dieter Rittscher, hatte
die Strafanzeige gegen Emmerich-Kopatsch Ende Februar bei der
Staatsanwaltschaft eingereicht. Rittscher wirft der SPD-Abgeordneten
darin vor, ihn nach seiner Befragung im Asse-Ausschuss in einer
Pressemitteilung beleidigt zu haben. Emmerich-Kopatsch hatte
Rittscher darin als «Mitverursacher der Asse-Schande» bezeichnet und
ihm vorgeworfen «maßgeblich an einer schlampigen Einlagerung» in der
Asse beteiligt gewesen zu sein.
Nach Ansicht Jüttners waren die Äußerungen der Abgeordneten zwar
zugespitzt, hätten sich aber im Rahmen der «normalen Polemik»
befunden. «Parlamentarische Arbeit in der heutigen Mediengesellschaft
geht nicht, wenn man auf Puschen daherkommt, sondern nur, wenn man
zuspitzt», sagte er. Gerichte sollten deshalb nicht über die Grenzen
der zulässigen Polemik von Parlamentariern entscheiden, forderte
Jüttner.
CDU, FDP und Grüne lehnten diese Auffassung ab. Die
Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Ursula Helmhold,
begründete die Zustimmung zur Aufhebung durch ihre Fraktion damit,
dass das Parlament den Anschein vermeiden müsse, dass es eine
unterschiedliche Behandlung von Abgeordneten und anderen Bürgern
gibt.
(ddp)
Eine Reihe von weiteren Nachrichten: Die Brandenburger Linke sieht die Stasi-Debatte der vergangenen
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... Der thüringische Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow hat sich für
den Verbleib Oskar Lafontaines an der Spitze der Bundespartei
ausgesprochen. «Ich hoffe, dass seine Genesung so ist, dass er sich
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