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Hamburg/Düsseldorf (ddp-nrw). Die nordrhein-westfälische CDU gerät
zwei Wochen vor der Landtagswahl am 9. Mai wegen ihrer Finanzen
erneut in die Kritik. Die NRW-CDU erzielte 2006 dank Sponsorengeldern
hohe Einnahmen aus einem Parteikongress, wie der «Stern» (online) am
Freitag unter Berufung auf Abrechnungsunterlagen der Partei
berichtete. Demnach verbuchte die NRW-CDU bei ihrem sogenannten
Zukunftskongress am 3. März 2006 in Bonn Einnahmen von netto 167 379
Euro. Die SPD griff die NRW-CDU als geldgierig an. Die CDU sieht eine
Kampagne.
Die Kosten der Veranstaltung, auf der auch Ministerpräsident und
CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers auftrat, betrugen nur 125 634 Euro.
Das ergibt sich aus Abrechnungen, die die Sponsoringagentur Bi:Vent
dem Bericht zufolge an den Landesverband übermittelte.
Die Düsseldorfer CDU-Zentrale bestätigte demnach, dass 2006 wie
auch 2008 die Einnahmen des sogenannten Zukunftskongresses die
Ausgaben überstiegen und zwar dank «der Vermietung von
Ausstellungsflächen». In allen anderen Jahren seit 2004 hätten die
Kosten des Kongresses aber über den Einnahmen gelegen. Zu den
Sponsoren gehörten neben Bayer, Metro, Microsoft, Siemens und SAP
auch öffentlich kontrollierte Unternehmen wie die AOK, die Deutsche
Post und T-Mobile.
Unternehmen, die zu mehr als 25 Prozent im Besitz der öffentlichen
Hand sind, dürfen keine Parteispenden leisten. Aufgrund einer Lücke
im Parteiengesetz sind ihnen Sponsoringzahlungen aber erlaubt.
Eigentlich wäre dies «zu verbieten», forderte laut «Stern» bereits
vor geraumer Zeit Christian Humborg, der Geschäftsführer von
Transparency International Deutschland.
Dass es einer Partei gelingt, eine große medienwirksame
Zusammenkunft mit Gewinn zu organisieren, gilt als ungewöhnlich. «Ich
finde es überraschend, dass ein Kongress mehr Einnahmen bringt als
Ausgaben», sagte der Düsseldorfer Parteienrechtler Martin Morlok laut
stern.de. Bei der SPD kennt man nach Auskunft eines Sprechers
«vergleichbare Überschüsse» nicht.
Die NRW-CDU versicherte dem Bericht zufolge, dass es sich bei den
Einnahmen um keine Parteispenden handelte und «sämtliche Standmieten»
von der Bundestagsverwaltung «überprüft und als adäquat eingeordnet
worden» seien.
Die SPD warf der CDU unter Verweis auf die Sponsoring-Affäre
erneut unsaubere Parteifinanzen vor. «Rent-a-Rüttgers bekommt eine
neue Dimension. Politik ist für die Menschen da. Politik ist nicht
dazu da, die Profite der Parteien zu maximieren», sagte der
Parlamentarische SPD-Geschäftsführer im Bundestag, Thomas Oppermann.
«Rüttgers beschädigt durch seine Geldgier nicht nur sich und die
NRW-CDU, sondern die Politik insgesamt.»
CDU-Landeschef Rüttgers wies indes Vorwürfe der SPD wegen der
Spendenpraxis der NRW-CDU zurück. «Es hat keine Spende auf irgendein
Konto der CDU gegeben. Es hat auch keine Spendenquittungen gegeben.
Das ist das, was die CDU betrifft. Alles andere ist außerhalb unseres
Verantwortungsbereichs gewesen», sagte Rüttgers. «Da hat eine Firma
eine Spende an eine Bürgerinitiative falsch gebucht, das ist
inzwischen auch korrigiert», sagte der Ministerpräsident weiter. Er
sprach von «unhaltbaren Vorwürfen», mit denen im Wahlkampf Stimmung
gemacht werde.
Die SPD wirft der NRW-CDU einen Verstoß gegen das Parteienrecht
vor, weil die 10 000-Euro-Spende eines Unternehmens für eine CDU-nahe
Wählerinitiative im letzten Landtagswahlkampf gegenüber dem Finanzamt
fälschlicherweise zunächst als abzugsfähig verbucht worden war. Die
CDU weist alle Vorwürfe zurück und sieht eine Kampagne vor der
Landtagswahl am 9. Mai. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU)
hatte eine Prüfung der Vorwürfe angekündigt.
NRW-SPD-Generalsekretär Michael Groschek verlangte hingegen
Aufklärung. «Das Finanzgebaren der CDU-NRW bewegt sich offenbar in
einer Grauzone und ist ins Zwielicht geraten», sagte Groschek. Ein
zusätzlicher «Skandal» sei, dass die CDU eine lückenlose Aufklärung
beharrlich verweigere.
(ddp)
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lobt ihr Vorsitzender Peter Struck den Beitrag der Fraktion zur
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. «Wir können stolz sein
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