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Stuttgart (ddp-nrd). Nach Auffassung von Ministerpräsident Stefan
Mappus haben die Kruzifix-Äußerungen der neuen niedersächsischen
Sozialministerin Aygül Özkan (beide CDU) der Union geschadet. Er
kenne Özkan nicht persönlich, doch ihr konkreter Vorschlag, Kruzifixe
aus den Klassenzimmern zu entfernen, habe ihn befremdet, sagte Mappus
am Dienstag in Stuttgart. «Gut getan hat es der CDU nicht, weil dies
Mosaiksteinchen sind, bei denen die Wähler denken, dass Dinge
wegbröckeln, die ihnen wichtig sind.»
Der baden-württembergische Integrationsbeauftragte, Justizminister
Ullrich Goll (FDP), sagte, er halte es grundsätzlich für eine gute
Idee, eine Person mit Migrationshintergrund in das Ressort zu
berufen. Er sei jedoch von Özkans Äußerung ebenfalls erstaunt
gewesen. Dies sei ganz eindeutig nicht die Linie Baden-Württembergs.
Özkan war in den vergangenen Tagen innerhalb ihrer Partei in die
Kritik geraten, weil sie ein Verbot von Kruzifixen in Schulen
gefordert hatte. Am Montag zog sie ihre Aussagen zurück. Am Dienstag
wurde die CDU-Politikerin als niedersächsische Sozialministerin
vereidigt. Damit wird erstmals eine Muslimin Ministerin in
Deutschland.
(ddp)
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