Griefahn zieht Kandidatur für niedersächsischen SPD-Landesvorsitz zurück
Freitag, 23. April 2010
Griefahn zieht Kandidatur für niedersächsischen SPD-Landesvorsitz zurück

Hannover (ddp-nrd). Die ehemalige niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn hat ihre Kandidatur für den SPD-Landesvorsitz zurückgezogen. «Wir müssen in Niedersachsen mit einer Stimme der SPD sprechen», teilte Griefahn in einer Erklärung mit und begründete ihre Entscheidung damit, dass sie ihren Beitrag dazu leisten wolle. Für den Parteitag habe sie die Hoffnung, dass «nicht für Bezirkslösungen, sondern für das ganze Land entschieden wird».

Am Freitagnachmittag war der Landesvorstand der SPD zu einer Sitzung zusammengekommen. Am Abend sollte bekanntgegeben werden, wer vom Landesvorstand als Kandidat für den Vorsitz nominiert wird. Auf einer Regionalkonferenz, mit der die Parteibasis über diese Personalie entscheiden sollte, hatte sich der Abgeordnete Olaf Lies gegen seinen Mitbewerber Stefan Schostok durchgesetzt. Griefahn hatte als dritte Bewerberin mit nur einem Bruchteil der Stimmen der SPD-Mitglieder eine klare Niederlage erlitten.

Nachdem Wolfgang Jüttner Anfang dieser Woche bekanntgegeben hatte, nicht mehr als Fraktionsvorsitzender der Partei zu kandidieren, ist eine Aufteilung der beiden Ämter unter Lies und Schostok sehr wahrscheinlich. Parteiintern wird davon ausgegangen, dass Lies den Parteivorsitz übernehmen soll und Schostok den Fraktionsvorsitz.

Der jetzige Landeschef Garrelt Duin hatte Ende Januar angekündigt, nicht mehr für sein Amt kandidieren zu wollen. Die Wahl des neuen Vorsitzenden erfolgt am 29. Mai auf dem Landesparteitag in Stade.

(ddp)

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