FDP und Westerwelle im Stimmungstief
Freitag, 23. April 2010
FDP und Westerwelle im Stimmungstief

Mainz (ddp). Die Liberalen kommen aus dem Stimmungstief nicht heraus. Laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer liegt der Zuspruch für die FDP in der politischen Stimmung, die wahltaktische Überlegungen unberücksichtigt lässt, unverändert bei 6 Prozent. Zwar können sich CDU und CSU um einen Punkt auf 41 Prozent verbessern, doch wäre damit weiterhin keine Mehrheit mehr für Schwarz-Gelb (47 Prozent) gegeben.

Im anderen Lager verliert die SPD in der politischen Stimmung leicht um einen Punkt auf 27 Prozent, auch die Linken kommen nur noch auf 9 Prozent (minus 2). Für die Grünen sprachen sich 13 Prozent der Befragten aus. Damit läge diese Gruppierung zusammen bei 49 Prozent.

Wenn bereits am nächsten Sonntag gewählt würde, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine etwas größere Rolle spielen: CDU/CSU erhielten demnach 38 Prozent (plus 1), die SPD 26 Prozent (unverändert), die FDP käme auf 8 Prozent (minus 1), die Linke auf 10 Prozent (minus 1) und die Grünen auf 13 Prozent (unverändert). Doch hätten CDU/CSU und FDP auch hier weiterhin keine parlamentarische Mehrheit.

Die Liste der zehn wichtigsten und beliebtesten Politiker wieder von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg angeführt. Der CSU-Politiker erreichte nach Sympathie und Leistung auf der Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 1,8 und liegt damit ein paar Hundertstel vor Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ebenfalls 1,8.

Fast gleichauf folgen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 1,0 und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ebenfalls mit 1,0. Daran schließen sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit 0,7, SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 0,4 und CSU-Chef Horst Seehofer mit 0,3 an. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) kann sich auf 0,1 verbessern. Damit gibt es nur noch zwei Politiker im Negativ-Bereich: Linken-Fraktionschef Gregor Gysi mit minus 0,7 und ganz am Ende der Skala Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle mit minus 1,1.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 20. bis 22. April 1203 Bundesbürger.

(ddp)

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