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Köln (ddp-nrw). Angesichts dürftiger Umfragewerte hat sich de FDP
am Samstag auf einem Bundesparteitag in Köln Mut für die
nordrhein-westfälische Landtagswahl in zwei Wochen gemacht.
NRW-FDP-Landeschef und Vize-Ministerpräsident Andreas Pinkwart
verwies zu Beginn des Treffens darauf, dass die Liberalen vor fünf
Jahren ebenfalls in Köln tagten und es auch damals «ein
Kopf-an-Kopf-Rennen» vor den Landtagswahlen gab. Dann habe die FDP es
in die Regierung geschafft. Auch diesmal werde «mit dem Schwung» des
Bundesparteitages dieses Ziel am 9. Mai erreicht.
Die schwarz-gelbe Koalition steht in Nordrhein-Westfalen auf der
Kippe. Nach einer «Focus»-Umfrage von Emnid liegt die CDU bei der
Sonntagsfrage auf 38 Prozent. Die SPD erreicht 34 Prozent. Bündnis
90/Die Grünen erzielen 11 Prozent und die FDP 8 Prozent. Damit würde
es nicht mehr für eine schwarz-gelbe Mehrheit am Rhein reichen. Die
Linken würden mit 6 Prozent den Einzug in den Landtag schaffen.
Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) räumte auf dem Parteitag
ein, dass die Liberalen derzeit nicht die Umfragewerte erzielen, «die
wir verdient haben. Pinkwart warnte eindringlich vor einem
rot-rot-grünen Regierungsbündnis in Düsseldorf: Mit Verweis auf die
deutsche Einheit - am 5. Mai jährt sich zum 20. Mal der Tag der
Aufnahme der 2+4-Gespräche - sagt der FDP-Vize: «Wir werden nicht
zusehen, dass vier Tage nach diesem 20. Jahrestag die Enkel von Erich
Honecker in Nordrhein-Westfalen an die Macht kommen.» Im größten
deutschen Bundesland müsse die Partei von Ex-Außenminister
Hans-Dietrich Genscher regieren.
Zugleich griff Pinkwart Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
(CDU) scharf an. Wer Griechenland Milliarden an Hilfen in Aussicht
stelle und dann den Arbeitnehmern in Deutschland sage, für sie sei
kein Geld zur Entlastung da, «der schlägt den Bürgern ins Gesicht».
Die Liberalen wollten hingegen an den richtigen Stellen sparen,
konsolidieren und an den richtigen Stellen investieren. Der FDP-Vize
rief Schäuble auf, die Koalitionsvereinbarung umzusetzen und selbst
auch Vorschläge zur Konsolidierung des Haushalts zu machen.
Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens in Köln stehen Beratungen
der mehr als 600 Delegierten über das abgespeckte Steuerkonzept der
Parteispitze. Der Kompromissvorschlag an die Union sieht Entlastungen
in Höhe von 16 Milliarden Euro vor - deutlich weniger als im
Wahlkampf ursprünglich von der FDP gefordert. Statt in drei Stufen
soll der Steuertarif künftig in fünf Stufen verlaufen. Eingangs- und
Spitzensteuersatz bleiben in der bisherigen Höhe. Umgesetzt werden
soll das Ganze spätestens 2012.
Offiziell gewählt werden sollte auf dem Parteitag am Nachmittag
der neue Generalsekretär der FDP, Christian Lindner. Parteichef Guido
Westerwelle wollte am Sonntag zu den Delegierten sprechen. Vor Beginn
des Treffens lobte Westerwelle die Bilanz der Liberalen als
Regierungspartei in Berlin und Düsseldorf: «Unsere Ergebnisse können
sich sehen lassen», sagte er der «Frankfurter Rundschau» und fügte
hinzu: «Das Wesentliche haben wir richtig gemacht».
(ddp)
Informative Meldungen und neuste Beiträge aus Wirtschaft, Politik in Deutschland. Der hessische Justizminister und FDP-Landesparteichef Jörg-Uwe
Hahn kritisiert angesichts sinkender Umfragewerte den
FDP- Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle. Die Liberalen hätten keine
ausreichenden Pläne für die Regierungsarbeit in der schwarz-gelben
Koalition in Berlin ... In der Parteispendenaffäre um den früheren CSU- Bundestagsabgeordneten Josef Hollerith hat die Bundestagsverwaltung einem Zeitungsbericht zufolge einen Sanktionsbescheid über 88 000 Euro gegen die CSU erlassen. Damit sei die Prüfung ... Die ehemalige hessische SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti
kandidiert auf dem Bundes parteitag der Sozialdemokraten nicht mehr
für den Vorstand. Das teilte sie dem Landes- und
Bundesparteivorstand in einem Brief mit, den das ... Vier Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat weder
die regierende Koalition aus CDU und FDP noch ein mögliches Bündnis
aus SPD und Grünen eine Mehrheit. Das ist das am ... CDU-Spitzenkandidat und Wirtschaftsminister Reiner Haseloff hält
nach der Landtagswahl im März 2011 eine schwarz-grüne Koalition für
möglich. Er habe mit den Grünen «keine Berührungsängste», sagte
Haseloff in einem am Sonntag ... Scharfe Kritik am aktuellen Kurs der Union übt der
baden-württembergische CDU-Fraktionschef Stefan Mappus. «Die CDU
bedient das mittelständisch-konservative Lebensgefühl ungenügend»,
sagte Mappus der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post»
(Mittwochausgabe). Viele ...
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