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Aygül Özkan entschuldigt sich für Kruzifix-Äußerungen |
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Montag, 26. April 2010 |
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Hamburg (ddp). Die designierte niedersächsische Sozialministerin
Aygül Özkan hat sich vor der CDU-Landtagsfraktion für ihre
Interview-Äußerungen zu einem Kruzifix-Verbot an Schulen
entschuldigt. Sie habe das Interview voreilig und ohne ausreichende
Kenntnisse des Landes Niedersachsen gegeben, zitiert die «Welt»
(Dienstagausgabe) Özkan unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung.
Der Zeitung zufolge hat sich Özkan zuvor harsche Worte des
niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) anhören
müssen. Wulff hatte bereits am Wochenende erklärt, dass er sich einem
Kruzifix-Verbot an niedersächsischen Schulen widersetzen werde. Özkan
soll am Dienstag als Sozialministerin im niedersächsischen Landtag
vereidigt werden. Sie ist die erste Muslimin in einem Ministeramt.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende David McAllister erklärte nach der
Sitzung der Unions-Abgeordneten: «Ministerpräsident Christian Wulff,
die designierte Sozialministerin Aygül Özkan und ich haben deutlich
gemacht, dass das Niedersächsische Schulgesetz nicht geändert wird
und Kreuze an niedersächsischen Schulen erwünscht sind. Das Kreuz ist
aus Sicht der CDU ein Symbol der Toleranz auch gegenüber anderen
Religionen. Die über das Wochenende entstandenen Irritationen und
Missverständnisse sind damit ausgeräumt.»
(ddp)
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