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Dobrindt attackiert Roth wegen ihrer Kirchen-Schelte |
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Donnerstag, 22. April 2010 |
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München (ddp-bay). CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ist
empört über die Kirchenschelte von Grünen-Chefin Claudia Roth. Sie
solle sich «dieses unschöne Nachtreten besser verkneifen», sagte
Dobrindt am Donnerstag in München.
Er warf der Grünen-Vorsitzenden «unzulässige Generalisierungen»
vor. Das zeuge nicht von einem verantwortungsvollen Umgang mit der
Sache und rieche nach politischer Instrumentalisierung. «Kein
Politiker sollte sich hier zum Richter über die Kirche aufspielen»,
mahnte Dobrindt und fügte hinzu: «Als Mitglied in der bekannt
kirchenfeindlichen Humanistischen Union sollte Frau Roth sich lieber
bedeckt halten.»
Roth hatte nach dem Rücktrittsgesuch des Augsburger Bischofs
Walter Mixa einen «umfassenden Neuanfang» in der katholischen Kirche
gefordert. Die Kirche müsse sich auch in ihren höchsten Hierarchien
der Kirchenbasis und der demokratischen Öffentlichkeit stellen. Der
Rücktritt von Mixa dürfe «nicht bloß ein Bauernopfer» sein. Gerade
der hohe Klerus müsse dazu beitragen, die zahlreichen Vorwürfe der
Kindesmisshandlung und des Kindesmissbrauchs aufzuklären. «Dabei darf
auch die Rolle des jetzigen Papstes kein Tabu sein. Die Zeit der
Abschottung, Leugnung und der klerikalen Geheimverfahren muss ein
Ende haben», forderte die Grünen-Chefin. Dem Bistum Augsburg warf sie
«Sektierertum» vor.
(ddp)
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