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Sorben-Rat bekommt mehr Rechte im Parlament |
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Montag, 26. April 2010 |
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Potsdam (ddp-lbg). Der 1994 im Landtag gegründete Rat für
sorbische Angelegenheiten bekommt mehr Rechte. Das sehe der Entwurf
für die neue Landtags-Geschäftsordnung vor, die am Mittwoch (28.
April) abschließend im Hauptausschuss beraten werde, sagten die
Lausitzer Abgeordneten Werner-Siegwart Schippel (SPD) und Jürgen
Maresch (Linke) am Dienstag in Potsdam.
Die neue Geschäftsordnung sieht unter anderem ein Rederecht für
den Vorsitzenden des Rates für sorbische Angelegenheiten vor. Dieser
kann künftig mindestens einmal im Jahr vor dem Parlament zu Problemen
und Erwartungen der Sorben reden. Auf diese Weise sollten alle
Mitglieder des Landtages «authentische Informationen» zur aktuellen
Situation der in Brandenburg lebenden Minderheit erhalten, sagten
Schippel und Maresch.
Neu eingeführt wird zudem ein Anhörungsrecht des Rates. Wenn
Fachausschüsse Themen beraten, die die Belange der Sorben berühren,
kann der Rat dort angehört werden. SPD und Linke erwarten, dass damit
die Interessen des sorbischen Volkes frühzeitig und umfassend in
Entscheidungsprozesse einfließen können.
Der Rat für sorbische Angelegenheiten war 1994 Jahre als
Interessenvertretung der Volksgruppe beim Parlament geschaffen
worden. Der Rat hatte schon mehrfach gefordert, einem seiner
Vertreter ein Rederecht einzuräumen, wenn bei Debatten im Landtag die
Belange des sorbischen Volkes betroffen sind.
(ddp)
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