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Kostenbremse für Arzneien rückt näher |
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Mittwoch, 28. April 2010 |
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Berlin (ddp). Eine Kostenbremse für Arzneimittel rückt näher. Das
Kabinett beschloss am Mittwoch Eckpunkte für das geplante
Arzneimittel-Sparpaket, wie die Nachrichtenagentur ddp aus
Regierungskreisen erfuhr. Medikamente sind Kostentreiber im
Gesundheitssystem, insbesondere neue, patentgeschützte Präparate.
Bislang darf die Industrie die Preise für solche Arzneien willkürlich
selbst festlegen - die Krankenkassen müssen zahlen. Das will die
Koalition eindämmen.
Unter anderem will die Regierung die Pharmafirmen gesetzlich zu
Preisverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen. Werden sich beide
Seiten nicht einig, können die Hersteller die Arzneimittelpreise in
den ersten 15 Monaten nach Markteinführung aber weiter selbst
bestimmen.
Kurzfristig will die Koalition die Hersteller zu höheren Rabatten
gegenüber den Versicherern verpflichten. Der Abschlag soll von
derzeit 6 auf 16 Prozent steigen. Außerdem sollen die
Arzneimittelpreise bis Ende 2013 auf dem Niveau von August 2009
eingefroren werden.
Die kurzfristigen Instrumente sollen den Plänen nach bereits
Anfang August in Kraft treten, die langfristigen zum 1. Januar 2011.
Die Zwangsrabatte und den Preisstopp will die Koalition über eine
Modifikation am «GKV-Änderungsgesetz» umsetzen. Für die
langfristigen, strukturellen Veränderungen soll es einen eigenen
Gesetzentwurf geben.
(ddp)
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